Opel_Exportoffensive_Nordafrika

Blickrichtung Nordafrika: mit neuen Importeuren will Opel in Nordafrika deutlich wachsen. Bild: Opel

| von Frank Volk

Dass die Rüsselsheimer im Zuge des Plans, die Verkaufszahlen außerhalb Europas deutlich zu steigern, auch Nordafrika im Visier haben, kommt nicht überraschend. Konzernmutter PSA ist dort traditionell stark verwurzelt, verfügt über gewachsene Handelsstrukturen und ein stattliches Produktionsnetz. Insofern kann die deutsche Marke dort von einer guten Basis aus starten. Opel ist zwar bereits in der Region vertreten, spielt aber mit einem Marktanteil von unter zwei Prozent nur eine Nischenrolle.

Das soll sich nun durch die Zusammenarbeit mit renommierten Handelspartnern ändern. In Tunesien bedient man sich dabei direkt im PSA Netzwerk: neuer Importeur ist dort ab April STAFIM. Das Unternehmen ist in Tunesien langjähriger Partner  von Peugeot, Citroën und DS Automobiles. STAFIM wird mit dem Verkauf von Opel-Fahrzeugen in Tunesien im April 2018 beginnen. Dann wird es vier Opel-Showrooms geben: zwei in der Hauptstadt Tunis sowie jeweils einen in Sousse und Sfax.

In Marokko, im Jahr 2017 mit 169.000 Einheiten der zweitgrößte Automarkt Afrika, zeichnet ab April 2018 die Auto Hall Group über ihre Tochtergesellschaft Société Marocaine de l’Automobile Allemande (SM2A) für den Import und den Verkauf von Opel-Fahrzeugen verantwortlich. Die Auto Hall Group gehört mit einem Netzwerk von mehr als 50 Verkaufsstätten zu den größten Automobilhändlern des Landes. Laut Opel richtet SM2A zehn Outlets exklusiv für die Marke mit dem Blitz ein, zudem übernimmt der Importeur Vertrieb als auch Service. Mit dem neuen Partner an der Seite peilt Opel bis 2023 einen Marktanteil von fünf Prozent an.

Opel-Fertigung in Nordafrika ein Thema

 Die Wahl der neuen Importeure dürfte erst der erste Schritt sein. So verfügt PSA über eine starke Produktionsbasis in Marokko wie auch in Algerien. In den Werken auch die Fertigung von Opel-Modellen zu integrieren könne durchaus zum Thema werden, räumt man in Rüsselsheim auf Nachfrage ein. Aktuell stünde dazu aber keine Entscheidung an.

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