Avtovaz_Produktion_Lada

Bei Avtovaz wurde die Produktion einiger Lada-Modelle (im Bild der Kalina) auf drei Tage pro Woche gekürzt. Bild: Avtovaz

Die Lage am russischen Automarkt ist nach wie vor desolat, in den ersten vier Monaten gibt es sowohl bei den Verkaufszahlen (-15,4 Prozent, 409.051 Einheiten) ) wie bei der Pkw-Produktion (-25,1 Prozent, 3450.000 Einheiten) tiefrote Zahlen. Erst vor wenigen Tagen hat Nissan bekannt gegeben, den Kompakt-SUV Juke vorerst vom Markt zu nehmen.

Dennoch beginnen einzelne Hersteller antizyklisch mit dem Aufbau von Fertigungskapazitäten. Grund: die OEM gehen davon aus, dass der Markt seinen Tiefpunkt durchschritten hat und es von sehr niedrigem Niveau aus wieder aufwärts geht. Diese These wird durch die jetzt von der nationalen Statistikbehörde RosStat veröffentlichten Produktionszahlen für den April gestützt. Da gab es mit  Minus 21,7 Prozent bei der Pkw-Fertigung zwar wieder ein dickes Minus, das fiel aber weniger stark aus als in den ersten Monaten des Jahres. 

Zu den Mutigen am Markt zählen Renault und VW. Während die Franzosen eine Reihe von Produktionsstarts angekündigt haben mit der russischen Version des Kadjar vorneweg, will wohl auch Volkswagen die Produktionsvolumina nach oben ziehen. Konkrete Zahlen gibt es aber noch nicht.

Wie schwierig die Lage dennoch ist, zeigt das Beispiel Avtovaz. Der größte russsiche Autobauer hat die Produktion seiner Lada-Modelle Kalina und Priora auf drei Tage die Woche eingedampft. Der Priora soll möglicherweise komplett eingestellt werden.