VW_USA_Ladenhüter

Keiner will sie haben: Autos der Marke VW sind in den USA weiter Ladenhüter. Bild: VW

Liefe es hochgerechnet auf das Gesamtjahr  so weiter wie im Juni, käme der US-Automarkt im Jahr 2016 auf einen Gesamtabsatz bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von 16,7 Millionen Einheiten und bewegt sich damit nach Berechnungen von IHS Automotive Richtung neutrale Zone. Damit keine Missverständnisse aufkommen: auch im Juni ist der Fahrzeugabsatz um 2,4 Prozent im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres gewachsen und liegt damit nach den ersten sechs Monaten um 1,5 Prozent im Plus. Das bedeutet zwar weiter Rekordkurs, aber am Markt mehren sich nach Einschätzung der Marktexperten von IHS Automotive die Stimmen, dass dem Markt die Puste ausgeht.

Der robuste US-Markt war in den vergangenen Jahren eine ganz wesentliche Stütze des globalen Wachstums in der Autoindustrie. Natürlich ist auch in den USA Automarkt nicht gleich Automarkt. Weiterhin gute Geschäfte melden Hersteller mit einem breiten SUV-Programm. Unter den großen Autobauern legte Ford im Juni um 6,4 Prozent zu, FCA um 6,5 Prozent, Nissan um 13,1 Prozent und Hyundai-Kia um 6,9 Prozent.

Subaru überholt VW Group

Dagegen verlor der größte OEM am US-Markt, GM, 1,6 Prozent. Eine besondere Schmach erlebte die VW Group: Weil der Autobauer im Juni erneut zweistellig Absatz einbüsste und nach den ersten sechs Monaten nun in der Gruppe 7,2 Prozent im Minus liegt (273.418 Einheiten), fiel der Großkonzern hinter Subaru auf Rang 9 zurück.

Besonders hat ist das Geschäft nach dem Abgasskandal für die Marke VW, die knapp 22 Prozent verlor. Besser lief es bei den Konzerntöchtern Audi und Porsche mit einem Zuwachs von einem, respektive 6,4 Prozent. 

Weiter mit schwächelnden Absatzzahlen hat BMW zu kämpfen. Der Absatz der Münchner sank im Juni um knapp zwölf Prozent auf 33.769 Autos. Mit minus 20 Prozent zog vor allem Konzern-Tochter Mini die Statistik nach unten.

In ruhigem bis positivem Fahrwasser bewegt sich Mercedes. Die Schwaben konnten den Absatz im Juni um 2,3 Prozent auf 31.965 Autos steigern.