Takata_Australien_Rückruf

In Australien soll es ein weiteres Todesopfer durch einen zu scharf ausgelösten Takata-Airbag gegeben haben. Nun wird ein weiterer Rückruf geprüft. Bild: Takata/Archiv

Hintergrund des drohenden nächsten Großrückrufs von Fahrzeugen mit Takata-Airbags: Untersuchungen eines tödlichen Unfalls, der sich kürzlich im Raum Sydney ereignet hat, stehen möglicherweise im Zusammenhang mit zu heftig auslösenden Airbags des japanischen Herstellers. Das Problem hält die Autoindustrie seit Jahren in Atem, mittlerweile wurden an die 100 Millionen Fahrzeuge zurück gerufen, 70 Millionen davon in den USA. Trifft der jetzt in Australien aufgetauchte Verdacht zu, wäre der verunglückte Mann das 18. Todesopfer. 

Die neuerliche Aktion wäre nicht der erste Rückruf in Sachen Takata in "Down Under": Seit 2009 wurden insgesamt über 2,3 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten geholt.

Takata selbst ist unter der Last der gigantischen Rückrufwelle zusammengebrochen. Nach monatelangem Tauziehen hat der Zulieferer kürzlich in Japan und den USA Insolvenz angemeldet, die europäische Tochter ist nicht betroffen. Der zu Joyson Electronics gehördende US-Airbagproduzent KSS plant den Einstieg bei Takata und will dafür umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro auf den Tisch legen. In trockenen Tüchern ist der Deal aber noch nicht.