Mit 85 Jahren gestorben: Rennsportlegende Guy Ligier. Bild: Wikipedia

Mit 85 Jahren gestorben: Rennsportlegende Guy Ligier. Bild: Wikipedia

Die Meldung vom Tod des Mannes, der nicht nur im Rennsport Gas gab, ging am Sonntag wie ein Lauffeuer durch die französischen Medien. Ligier hatte in den Jahren 1966 und 1967 an insgesamt zwölf Grand-Prix teilgenommen, nach seiner Karriere gründete er seine eigene Automobilfirma. Das Ligier-Team ging von 1976 bis 1996 in der Formel 1 an den Start.

Ligier, der es in jungen Jahren als Rugbyspieler bis in die Nationalmannschaft gebracht hatte, nahm 1966 und 1967 an 13 Grands Prix teil. Große Erfolge am Volant blieben ihm aber versagt, einen großen Namen machte sich der Franzose jedoch mit seinem eigenen Team.

Nach dem Tod seines Geschäftspartners Jo Schlesser im Jahr 1968 entschied sich Ligier zunächst zu einem Abschied aus der Formel 1. 1974 kehrte er als Konstrukteur zurück. Der als gewiefter Geschäftsmann mit erstklassigen Kontakten in die französische Politik geltende Ligier hatte die Reste des erfolgreichen Matra-Teams aufgekauft, das zwischen 1972 und 1974 dreimal in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans gesiegt hatte. Auf Basis dieser Mannschaft entstand das Formel-1-Team Ligier.

Sportliche Erfolge feierte das Team vor allem mit Jacques Laffite am Steuer, der es auf insgesamt sechs Grand-Prix-Siege brachte. Den letzten Erfolg feierte dre Rennstall 1996, als Olivier Panis sensationell in Monaco siegte. Damals war das Team aber bereits von erheblichen wirtschaftlichen Problemen geplagt. Zur Saison 1997 wurde aus Ligier das Team Prost in der Formel 1.

Neben seinen Aktivitäten in der Königsklasse hatte Guy Ligier großen wirtschaftlichen Erfolg – zunächst als Bauunternehmer, später als Produzent von Dünger und als Hersteller von Mikrofahrzeugen.

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fv