Bildgebungsverfahren von Vayyar auf der IAA 2019

Das neue $D-Bildgebungsverfahren des Unternehmens Vayyar soll zuverlässig arbeiten und kostengünstig einsetzbar sein. Bild: Vayyar

Sensoren und Kameras sind ein wachsender Bestandteil von Fahrzeugen. Im Innenraum schützen sie Fahrer und Fahrgäste und überwachen schon heute die Fahrtüchtigkeit und Gesundheit der Insassen. Außen verhindern sie Kollisionen und Parkunfälle. Kameras werden jedoch kritisch gesehen, da sie die Privatsphäre der Fahrzeuginsassen verletzen können und teuer sind. Das israelische Unternehmen Vayyar hat eine intelligente Sicherheitslösung entwickelt, die kostengünstig ist, nur wenige Sensoren mit entsprechend weniger Verkabelung braucht und die Privatsphäre der Fahrgäste schützt. Vor allem bei der Innenraumüberwachung besteht wachsender Bedarf, denn Hitzetode in verschlossenen Fahrzeugen sind weltweit ein Problem. Seit 1998 sind über 800 Kinder an den Folgen eines Hitzschlags gestorben, die bei Temperaturen von über 70° C im Auto zurückgelassen wurden. Bis 2022 soll die Technologie zur Erkennung von Kindern im Auto (Child Presence Detection) für jedes neue Auto selbstverständlich sein. Dies wird unter anderem durch den HOT CARS Act in den USA vorgeschrieben und für die Sicherheitsbewertung durch den Euro NCAP berücksichtigt.

 

Sensortechnik von Vayyar
Durch die Sensoren soll der Hitzetod im Auto vermieden werden, wenn ein Kind im Auto zurückgelassen werden sollte. Bild Vayyar

Die 4D Imaging-Sensoren von Vayyar schaffen eine neue, ganzheitliche Lösung für Hersteller, um die Sicherheit im Innenraum zu maximieren und Hitzetode zu verhindern, heißt es vom Hersteller. Die Sensoren können ein zurückgelassenes Kind erkennen, auch wenn es zugedeckt ist oder sich in einem Kindersitz befindet. Auf diese Weise kann das Auto sofort Benachrichtigungen an das Telefon des Fahrers senden, um ihn über diese lebensbedrohliche Situation zu informieren. Darüber hinaus kann das System zwischen Erwachsenen und Kindern unterscheiden, Fehlalarme vermeiden und die Aufmerksamkeit der abgelenkten Eltern auf sich ziehen. Diese Technologie wurde im vergangenen Jahr mit sehr hoher Zuverlässigkeit getestet und ist Anfang 2020 serienreif. Verschiedene OEMs und Tier1-Zulieferer arbeiten bereits heute mit Vayyar-Lösungen. Ian Podkamien, Direktor für Automotive Business Development bei Vayyar: „In einem sicherheitsorientierten Markt benötigen Automobilhersteller eine exponentiell steigende Anzahl von Sensoren im Auto, was steigende Kosten mit sich bringt. Die 4D-Bildsensoren von Vayyar bieten eine marktführende Lösung für viele Sicherheitsanwendungen, die robust und zuverlässig sowie zugleich kostengünstig ist. Ein Sensor von Vayyar spart zudem die Kosten für mehrere alternative Sensoren und den damit verbundenen Verkabelungs- und Arbeitsaufwand. Mit unserem umfangreichen Evaluation Kit und dem Software Development Kit ermöglichen wir eine schnelle Einführung und wollen dazu beitragen, lebensbedrohliche Situationen innerhalb und außerhalb von Fahrzeugen zu vermeiden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit weiteren Herstellern, um intelligentere und sicherere Autos zu entwickeln."

Sensortechnik von Vayyar
Das System von Vayyar kann zwischen Erwachsenen und Kindern unterscheiden, soll Fehlalarme vermeiden und die Aufmerksamkeit der abgelenkten Eltern auf sich ziehen. Bild: Vayyar

Das 4D-Bildgebungssystem der Sensoren zeigt eine hochauflösende Punktwolke in Echtzeit, einschließlich Dimension, Form, Lage und Bewegung von Personen und Objekten, unabhängig von Umgebungsbedingungen wie Dunkelheit, Licht, Farben, Nebel oder Regen. Zu den Sicherheitslösungen in der Kabine gehören Gurterinnerungen (SBR), optimierte Airbagauslösung und COPD-Warnungen (Child Occupancy & Presence Detection). Vayyar soll nach eigenen Angaben der erste Hersteller weltweit sein, der eine Dual-Band-Radarlösung für die Innen- und Außenabdeckung von Fahrzeugen anbietet. Die Sensoren sind mit 79 GHz und 60 GHz Bändern kompatibel, um den Funkbestimmungen der USA, der EU und Japans zu entsprechen. Automobilhersteller und -zulieferer sollen damit schon heute Investitionssicherheit in den unterschiedlichen Regulierungsbereichen gewinnen. Die High-End-Lösung von Vayyar soll Fehlalarme minimieren und die Aufmerksamkeit des Fahrers nur dann wecken, wenn sie benötigt wird. Dazu soll sie kostengünstig sein und verfolge das Unternehmensziel von Vayyar, lebensbedrohlichen Situationen rund ums Auto zu vermeiden.

Start-up Vayyar: Per Radar im Bilde - Sensortechnologie aus Israel

Vayyar (hebräisch für "ich sehe") wurde 2011 mit der Idee gegründet, ein schnelleres und kostengünstigeres Werkzeug zur Erkennung von Brustkrebs zu entwickeln und hat sich seitdem zum Ziel gesetzt, professionelle Bildgebungsgeräte für den allgemeinen Verbraucher verfügbar zu machen. Seine neusten Innovationen im Bereich Automotive präsentiert das Unternehmen nun auf der IAA 2019.

  • Die neue Mercedes S-Klasse macht einen weiteren Schritt hin zum autonomen Fahren. Bild: Mercedes/press-inform

    Die neue Mercedes S-Klasse macht einen weiteren Schritt hin zum autonomen Fahren. Bild: Mercedes/press-inform

  • Das Mercedes-Flaggschiff segelt technologisch wieder voran. Bild: Mercedes/press-inform

    Das Mercedes-Flaggschiff segelt technologisch wieder voran. Bild: Mercedes/press-inform

  • Geradeaus - kein Problem für die S-Klasse. Bild: Mercedes/press-inform

    Geradeaus - kein Problem für die S-Klasse. Bild: Mercedes/press-inform

  • Noch sind getarnte Versuchsträger unterwegs. Bild: Mercedes/press-inform

    Noch sind getarnte Versuchsträger unterwegs. Bild: Mercedes/press-inform

  • Die Kurvenfahrten sind ziemlich geschmeidig. Bild: Mercedes/press-inform

    Die Kurvenfahrten sind ziemlich geschmeidig. Bild: Mercedes/press-inform

  • Bis zu 30 Sekunden kann die S-Klasse autonom fahren - offiziell. Bild: Mercedes/press-inform

    Bis zu 30 Sekunden kann die S-Klasse autonom fahren - offiziell. Bild: Mercedes/press-inform

  • Die Hardware und Sensorik sind identisch zur aktuelle E-Klasse. Bild: Mercedes/press-inform

    Die Hardware und Sensorik sind identisch zur aktuelle E-Klasse. Bild: Mercedes/press-inform

  • Auch beim Bedienkonzept wird sich was tun. Bild: Mercedes/press-inform

    Auch beim Bedienkonzept wird sich was tun. Bild: Mercedes/press-inform

  • Spurwechsel werden jetzt durch das Antippen des Blinkers initialisiert. Bild: Mercedes/press-inform

    Spurwechsel werden jetzt durch das Antippen des Blinkers initialisiert. Bild: Mercedes/press-inform

  • Bei der Stadtgrenze wird die Geschwindigkeit verringert. Bild: Mercedes

    Bei der Stadtgrenze wird die Geschwindigkeit verringert. Bild: Mercedes

  • Bei Spurwechseln beobachtet das System die Umgebung. Bild: Mercedes

    Bei Spurwechseln beobachtet das System die Umgebung. Bild: Mercedes

  • Eine leistungsfähigere Software steuert die Zusammenarbeit der Sensoren. Bild: Mercedes

    Eine leistungsfähigere Software steuert die Zusammenarbeit der Sensoren. Bild: Mercedes

  • Reagiert der Fahrer nicht mehr, wird ein Nothalt eingeleitet. Bild: Mercedes

    Reagiert der Fahrer nicht mehr, wird ein Nothalt eingeleitet. Bild: Mercedes

  • Die Kartendaten werden mit-einbezogen, vor Kreisverkehren, gefährlichen Kurven und T-Kreuzungen reduziert die S-Klasse die Geschwindigkeit. Bild: Mercedes

    Die Kartendaten werden mit-einbezogen, vor Kreisverkehren, gefährlichen Kurven und T-Kreuzungen reduziert die S-Klasse die Geschwindigkeit. Bild: Mercedes