BMW-Management_Vorstand_Klaus Froehlich

Baut sein Ressort bereits auf die Erfordernisse des autonomen Fahrens um: BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich. Bild: BMW

BMW-Chef Harald Krüger sprach bei der Bilanz-Pk am Mittwoch ( 16. März) im Zusammenhang mit dem Umbau des Autobauers auf die Mobilität von Morgen vom "Out-of-the-Box"-Denken, das man energisch fördere. Was damit gemeint ist, veranschaulicht in kleiner Runde Entwicklungschef Klaus Fröhlich. In dessen Verantwortungsbereich baue man bereits das Ressort um und stelle sich neu auf. Eine der ersten Maßnahmen dabei: es gibt nun in der BMW-Entwicklung einen eigenen Verantwortungsbereich für das Fahrzeuginterieur.

War das Interieur bislang hauptsächlich ein Fall für das Design und spielte da eine untergeordnete Rolle gegenüber der Exterieur, erfährt der Bereich im Zusammenhang mit den Megatrends Digitalisierung und autonomes Fahren eine vollkommene Neubewertung. Künftig müsse das Auto nicht mehr von Außen nach Innen, sondern umgekehrt entwickelt und gestaltet werden.

So ergäbe sich durch das autonome Fahren eine ganz andere Kommunikationssituation im Fahrzeug, weitgehend aufgelöst würden die starren, nach vorne ausgerichteten Sitzpositionen der Fahrzeuginsassen. So könne sich der Fahrer in Phasen voll autonomen Fahrens den anderen Mitfahrern zuwenden. Das habe entscheidende Auswirkungen etwa auf die Sitzgestaltung, aber vor allem auch auf die Rückhaltesysteme, so Fröhlich. Als ein aktuelle Beispiel für ein laufendes Projekt nannte er die Entwicklung eines Innenraums ohne Lenkrad.

Keinen Hehl machte Fröhlich daraus, dass man sich in diesem Bereich weniger an klassischen Konkurrenten aus der Autobranche orientiere, sondern sich stärker hineindenke wie neue Player das Thema Innenraum angehen könnten. Explizit nannte er dabei Apple.