aumann zulieferer

Ausschlaggebend für Entwicklung bei Aumann sind nach eigenen Angaben insbesondere der rückläufige Fahrzeugabsatz und die daraus resultierende Verunsicherung in der Automobilindustrie, welche sich in erheblicher Investitionszurückhaltung und Kostendisziplin bei Herstellern und Zuliefern niederschlagen. Bild: Aumann

Der Automobilzulieferer Aumann hat vor dem Hintergrund eines enttäuschenden Auftragseingangs im ersten Halbjahr seine Ansprüche an 2019 zurückgeschraubt. Beim Umsatz sei nunmehr mit 240 bis 260 Millionen Euro zu rechnen, teilte der Maschinenbauer am Mittwochabend (10. Juli 2019) in Beelen mit.

Bisher wollte Aumann auf die 290,8 Mio Euro des Vorjahres noch etwas draufsatteln. Der Aktienkurs des Unternehmens brach in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate um 10 % ein. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bestenfalls bei 22 Mio Euro liegen. "Abhängig von der weiteren Marktentwicklung" können es aber auch nur 16 Mio Euro werden. Eigentlich sollten in diesem Jahr etwas mehr als die 2018 erwirtschafteten 29,3 Mio Euro herauskommen.

Wiederholte Verschiebungen von Auftragsvergaben mit signifikantem Volumen hätten zu einem enttäuschenden Auftragseingang von 85 Mio Euro im ersten Halbjahr geführt, hieß es in der Mitteilung weiter. Ausschlaggebend für diese Entwicklung seien insbesondere der rückläufige Fahrzeugabsatz und die daraus resultierende Verunsicherung in der Automobilindustrie, welche sich in erheblicher Investitionszurückhaltung und Kostendisziplin bei Herstellern und Zuliefern niederschlage. Das Unternehmen rechnet zwar mit einem Fortbestehen dieser Faktoren über das laufende Geschäftsjahr hinaus, hält den mittelfristigen Trend zur Elektromobilität aber für ungebrochen.