stahlrohre benteler

Der Stellenabbau sei nötig, um die Produktionskapazitäten an die sinkende Nachfrage anzupassen und den Großteil der Jobs in Deutschland zu sichern. Auf den Geschäftsbereich Stahlrohre entfielen im vergangenen Jahr knapp 15 Prozent des gesamten Umsatzes der Benteler-Gruppe. Bild: Benteler

| von Tino Böhler

Der Automobilzulieferer Benteler will in seinem Geschäftsfeld Stahlrohre in den kommenden drei Jahren rund 600 Stellen streichen. Das ist etwa jeder sechste der rund 3.600 Arbeitsplätze in diesem Bereich in Deutschland. Das teilte das Familienunternehmen am Donnerstag (21. November 2019) am Sitz der Holding in Salzburg mit. Betroffen seien die Werke in Dinslaken, Bottrop und Paderborn.

Der Stellenabbau sei nötig, um die Produktionskapazitäten an die sinkende Nachfrage anzupassen und den Großteil der Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Die Stellenstreichungen sollten sozialverträglich über freiwillige Abfindungsprogramme, Altersteilzeit, flexible Arbeitszeiten und die natürliche Fluktuation erfolgen. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern hätten begonnen.

Auf den Geschäftsbereich Stahlrohre entfielen im vergangenen Jahr knapp 15 % des gesamten Umsatzes der Benteler-Gruppe. Drei Viertel des Außenumsatzes von mehr als 8 Mrd Euro kamen aus dem Segment Automotive. Benteler hat weltweit mehr als 28.000 Mitarbeiter.