Weber Automotive

Weber-Unternehmenszentrale in Markdorf. Bild: Weber Automotive

Der Autozulieferer Weber Automotive hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Markdorf (Bodenseekreis) am Montag mit. Der Schritt sei notwendig geworden, da Weber Automotive sowie die Weber Industrie Holding GmbH trotz guter Auftragslage in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien.

Demnach sind sich die Gesellschafter über Form und Umfang der Weiterfinanzierung nicht einig. Die Gründerfamilie Weber teilte am Montag in einem Statement mit, dass sie als Minderheitseigentümer verschiedene Angebote zur Rettung von Weber Automotive unterbreitet habe, die jedoch vom Mehrheitseigner nicht angenommen worden seien. Die Investmentgesellschaft Ardian hatte im Jahr 2016 eine Mehrheitsbeteiligung an Weber Automotive erworben.

Der Zulieferer vom Bodensee fertigt Antriebskomponenten für Autos, Nutzfahrzeuge und Freizeitmobile. 2018 erwirtschaftete die Weber Gruppe einen Umsatz von rund 328 Millionen Euro. Für Weber Automotive arbeiten weltweit rund 1500 Menschen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien bis Ende September über das Insolvenzgeld gesichert, teilte das Unternehmen weiter mit. In den nächsten Monaten solle nun die Restrukturierung und Sanierung vorangetrieben werden.