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Nach übereinstimmenden Aussagen von Continental, Bosch und des niedersächsischen Ministeriums besteht keine Gefahr für Mensch und Umwelt. „Die betroffenen Komponenten sind fest in den Fahrzeugen verbaut und keinem Verschleiß ausgesetzt“, so das Ministerium. Bild: Conti

| von Tino Böhler

Nach dem Bekanntwerden von Elektrikteilen mit zu hohen Bleimengen in Autos sind mögliche rechtliche Konsequenzen für die betroffenen Fahrzeuge vorerst offen. Es handele sich um einen Verstoß gegen das Umweltrecht, erklärten das Bundesverkehrsministerium und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag (12. August 2019) auf Anfrage. Darin seien Materialverwendungs-Verbote vorgesehen, um zu erreichen, dass ein Fahrzeug bei der Verschrottung umweltgerecht entsorgt werden könne. Daher gebe es nun Gespräche zwischen dem Zulieferer Continental und dem niedersächsischen Umweltministerium. Abhängig vom Ergebnis würden Bundesministerium und KBA dann Entscheidungen treffen, erklärten sie.

Continental und der Zulieferer Bosch hatten am Wochenende eingeräumt, Vorschriften nicht eingehalten zu haben. Nach übereinstimmenden Aussagen beider Firmen und des niedersächsischen Ministeriums besteht aber keine Gefahr für Mensch und Umwelt. „Die betroffenen Komponenten sind fest in den Fahrzeugen verbaut und keinem Verschleiß ausgesetzt“, hatte das Ministerium erklärt. Unklar blieb zunächst, ob für betroffene Autos ein Rückruf droht. Für Rückrufe ist das KBA zuständig.