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Stahlhersteller und Zulieferer Voestalpine bekommt auch die Umbrüche in der Autoindustrie zu spüren, wie etwa die Einführung des neuen Abgasprüfsystems WLTP. Diese hatte bei vielen Autoherstellern zu Auslieferproblemen geführt. Bild: Voestalpine

Die globalen Handelsstreitigkeiten und Produktionsprobleme haben den österreichischen Stahlhersteller Voestalpine im Geschäftsjahr 2018/2019 belastet. Zudem musste der Konzern wegen eines laufenden Kartellverfahrens im Bereich Grobblech vorsorglich Geld beiseite legen. Trotz eines Umsatzanstiegs um 5 % auf 13,6 Mrd Euro, brach der Gewinn nach Steuern in den zwölf Monaten bis Ende März daher um 44,4 % auf 459 Mio Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch (5. Juni 2019) in Linz mitteilte. Die Dividende soll von 1,40 auf 1,10 Euro sinken.

Auf dem Gewinn lasteten neben der Risikovorsorge auch interne Probleme: Wegen einer Generalerneuerung eines Hochofens am Standort Linz konnte weniger produziert werden. Hinzu kamen Schwierigkeiten beim Hochlauf eines neuen Autokomponenten-Werks am US-Standort Cartersville.

Zu diesem unternehmensinternen Problemen kam ein schwierigeres Geschäftsumfeld: Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Unsicherheit durch den nach wie vor ungelösten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Zudem spürte Voestalpine die Umbrüche in der Autoindustrie, wie die Einführung des neuen Abgasprüfsystems WLTP. Diese hatte bei vielen Autoherstellern zu Auslieferproblemen geführt. Für die Österreicher  ist die Automobilbranche eine der wichtigsten Kundengruppen.