Leoni

Leoni steckte auch schon ohne den Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in arger Bedrängnis. Bild: Leoni

| von Roswitha Maier

Dies teilte Vorstandschef Aldo Kamper am Montag in einer Telefonkonferenz mit. Zudem braucht das Unternehmen viel Geld vom Staat, um die aktuell schwierige Situation zu überstehen. Die Nürnberger steckten auch schon ohne den Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in arger Bedrängnis. 2019 fiel ein Verlust von 435 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 73 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Leoni hatte sich bereits entschlossen, Liquiditätshilfen beim Staat zu beantragen. "Wir benötigen diese Staatshilfe, um die Geschäftstätigkeit aufrecht erhalten zu können", sagte Kamper. "Ansonsten würden wir irgendwann ins Leere laufen." Finanzchefin Ingrid Jägering bezifferte den nötigen Betrag auf "einige hundert Millionen Euro", die angefragt würden.

Derzeit liefen ohne Umsätze auch die Bestrebungen ins Leere, Forderungen an Kunden im Rahmen des sogenannten Factorings an Finanzdienstleister abzutreten und so zu Geld zu machen, sagte sie. Beantragt würden die Liquiditätsspritzen bei der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern. Das kürzlich vorgelegte Sanierungsgutachten zeige, dass das Unternehmen ohne Covid-19 eine Perspektive gehabt habe, das könne bei der Antragstellung ein Vorteil sein, sagte Kamper.

Leoni setzt die Marktschwäche zu, auch Probleme mit Großprojekten und Produktionsanläufen machten dem Unternehmen das Leben schwer. Kamper versucht mit einem Spar- und Umbauprogramm gegenzusteuern, doch nun kommt dem Management der Coronavirus noch zusätzlich in die Quere. Schon vor einer Woche hatten die Franken vor deutlichen Belastungen durch die Ausbreitung des Virus gewarnt.

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