Leoni

Der bereits vor der Coronakrise angeschlagene Automobilzulieferer Leoni hatte sich im Rahmen eines Sanierungskonzeptes bereits Ende vergangenen Jahres von rund 2.000 Mitarbeitern getrennt. Bild: Leoni

| von Roswitha Maier

Die Bürgschaft ist von der Bundesregierung sowie den Landesregierungen von Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gewährt worden, teilte Leoni mit. Der Schritt sei notwendig geworden, weil die meisten Leoni-Kunden ihre Produktion zurückgefahren hätten und damit signifikante Absatzrückgänge zu verzeichnen gewesen seien.

Im Rahmen eines Sanierungskonzeptes hatte sich das Unternehmen Ende vergangenen Jahres von rund 2.000 Mitarbeitern getrennt. Während der Kredit-Laufzeit bis 2022 verzichtet Leoni de facto auf Dividendenzahlungen. Temporäre Werksschließungen und Kurzarbeit sind ebenfalls Teil des Konzeptes.

"Wir haben frühzeitig auf die Ausbreitung von Covid-19 reagiert und eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um unsere Mitarbeiter zu schützen und unsere Liquidität und damit den Fortbestand des Geschäftsbetriebs von Leoni zu sichern", sagte Vorstandschef Aldo Kamper. "Die schnelle finanzielle Unterstützung wird dazu beitragen, die außerordentlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zu bewältigen", sagte er.

Restrukturierungsvorstand Hans-Joachim Ziems sagte dem Handelsblatt: "Damit werden wir gut über die Runden kommen." Leoni habe konservativ geplant. "Ich denke, dass das Volumen ausreicht, um bis ins Jahr 2023 hinein gut finanziert zu sein." Dann werde Leoni auch in der Lage sein, mit guten operativen Zahlen die Kredite zu refinanzieren und zurückzuzahlen.