Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp Tata Stell  Automotive

Das Ergebnis der Thyssenkrupp-Stahlsparte sank ebenfalls. Diese wird von Thyssenkrupp als nicht fortgeführtes Geschäft bilanziert. Grund für den Ergebnisrückgang war unter anderem eine schwächere Nachfrage in der Automobilindustrie. Bild: Thyssenkrupp

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat zum Jahresauftakt ein schwächeres operatives Ergebnis verzeichnet. Sinkende Gewinne in den Industriegeschäften wie Komponenten, Aufzüge oder Anlagenbau waren der Grund dafür. So nahm das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) der fortgeführten Aktivitäten im ersten Quartal (per 31. Dezember) um mehr als ein Drittel auf 168 Mio Euro ab, wie das Unternehmen am Dienstag (12. Februar 2019) in Essen mitteilte.

Auch das Ergebnis der vor der Fusion mit dem europäischen Geschäft von Tata Stell stehenden Stahlsparte sank. Diese wird von Thyssenkrupp als nicht fortgeführtes Geschäft bilanziert. Grund für den Ergebnisrückgang war eine schwächere Nachfrage in der Automobilindustrie sowie Produktionsunterbrechungen durch das Niedrigwasser des Rheins.

Beim Nettoergebnis konnte Thyssenkrupp hingegen zulegen. Allerdings war das Vorjahresquartal durch negative Effekte im Zuge der US-Steuerreform belastet gewesen. Der Gewinn stieg um knapp 70 % auf 136 Mio Euro. Der Umsatz stieg im fortgeführten Geschäft um 3 % auf 7,9 Mrd Euro, die Auftragseingänge nahmen um 6 % auf 8,1 Mrd Euro zu.

Das erste Quartal ist traditionell das schwächste bei Thyssenkrupp. Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern. Im fortgeführten Geschäft erwartet Thyssenkrupp für das bereinigte Ebit 2018/19 (per 30. September) einen Anstieg von 706 Mio (auf vergleichbarer Basis) auf mehr als 1 Mrd Euro. Der Jahresüberschuss soll deutlich über den 60 Mio Euro aus dem Vorjahr liegen.