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Zu den derzeitigen Protesten gegen die Autoindustrie sagte Konzernchef Scheider dem Südkurier, er wundere sich über "die Intensität der Proteste zum jetzigen Zeitpunkt". Die Autoindustrie habe vor vielen Jahren angefangen, die Technologiewende einzuleiten. Investitionen in alternative Antriebe seien stark nach oben gefahren worden. Bild: ZF

| von Tino Böhler

Der Automobilzulieferer ZF schließt den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland nicht grundsätzlich aus. "Es kann sein, dass wir uns in den nächsten Jahren darauf einstellen müssen, dass das deutsche Exportmodell beispielsweise aufgrund von Zöllen nicht mehr funktioniert", sagte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider dem Südkurier am Samstag (21. September 2019). "Dann müssten wir Produktion stärker in Länder verlagern, in denen die Fahrzeuge gebaut werden. Wenn das passiert, könnte es schon sein, dass wir nicht alle Arbeitsplätze hier halten können." Ziel des Unternehmens sei dies aber nicht. "Wir sind stolz auf die Leistung aller ZF-Mitarbeiter", sagte Scheider. Aus heutiger Sicht bleibe das Beschäftigungsniveau von rund 50.000 Mitarbeitern in Deutschland bestehen.

Zu den derzeitigen Protesten gegen die Autoindustrie sagte der Konzernchef dem Südkurier, er wundere sich über "die Intensität der Proteste zum jetzigen Zeitpunkt". Die Autoindustrie habe vor vielen Jahren angefangen, die Technologiewende einzuleiten. Investitionen in alternative Antriebe seien stark nach oben gefahren worden. "In den kommenden Monaten sehen wir die Früchte dessen - viele neue Produkte auf den Straßen. Spannend ist, wie die Verbraucher diese neuen Angebote nutzen und entsprechende E-Autos kaufen.“