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ZF will sich mit der Wabco-Übernahme Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremsen sichern. Bild: ZF

| von Roswitha Maier

ZF hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, Wabco für gut 6,2 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Der Zulieferer vom Bodensee möchte sich damit Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme sichern, die er für das automatisierte Fahren dringend braucht.

Die Wabco-Aktionäre hatten den Plänen bereits im Sommer zugestimmt. Man erwarte, dass die Transaktion Anfang dieses Jahres vollzogen sein werde, hieß es damals.

Auch die US-Wettbewerbsprüfer haben die milliardenschwere Übernahme genehmigt. Allerdings erfolgt die Zustimmung nur unter der Bedingung, dass Wabco vorher einen wesentlichen Konzernteil veräußert.

Um grünes Licht von der Kartellaufsicht zu erhalten, müsse Wabco sich von der 2017 erst übernommenen Tochter R. H. Sheppard trennen. Bei dem Unternehmen handele es sich neben ZF um den einzigen Hersteller von Lenkungskomponenten für große Nutzfahrzeuge in Nordamerika, so dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb hier ausschalten würde.