ZF-Chef Stefan Sommer

ZF-Chef Stefan Sommer: „ZF hat im Jahr 2016 mit sehr guten Geschäftszahlen und innovativen Produkten Stärke gezeigt.“ Bild: ZF

ZF schloss das Geschäftsjahr 2016 mit deutlich gesteigertem Ergebnis ab. Der Konzernumsatz wuchs um 20,6 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro. Aus dieser finanziellen Stärke heraus hat ZF einerseits die Schulden aus der TRW-Übernahme um 1,6 Milliarden Euro abgetragen und andererseits seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 2 Milliarden Euro erhöht. Die Automotive-Umsätze von ZF stiegen im Jahr 2016 leicht an, insbesondere bei Pkw-Automatgetrieben und in der Sicherheitstechnik. 2017 will ZF einen Umsatz von rund 36 Milliarden Euro erzielen. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte ZF weltweit 136.820 Mitarbeiter (Vorjahr: 138.269).

„ZF hat im Jahr 2016 mit sehr guten Geschäftszahlen und innovativen Produkten Stärke gezeigt“, kommentiert Vorstands-vorsitzender Dr. Stefan Sommer das abgelaufene Geschäftsjahr. „Damit haben wir ein starkes Fundament, um den herausfordernden Wandel in der Automobilindustrie durch Digitalisierung, Elektromobilität und autonomes Fahren mitzugestalten.“

Mit der Übernahme von 45 Prozent der Anteile von Astyx will sich ZF im Bereich der Radar-Technologie weiterentwickeln. „Nach dem Einstieg in die Lidar-Technologie im vergangenen Jahr  erweitern wir nun unseren Zugriff auf eine weitere Schlüsseltechnologie der Umfeld- und Objekterkennung“, begründet der ZF- Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer den Einstieg bei Astyx. Das 1997 gegründete Unternehmen mit Sitz in Ottobrunn bei München entwickelt und produziert Höchstfrequenz-Radarsensoren und -module unter anderem für die Automobilindustrie. „Die Radar-Technologie von Astyx ergänzt unsere bisherigen, vor allem für Fahrerassistenzfunktionen wie etwa die Abstandsregelung eingesetzten Radar-Aktivitäten hervorragend – und aus der Fusion der Daten von Radar-, Lidar- und Kamera-Sensoren ergibt sich eine perfekte Umgebungswahrnehmung als Voraussetzung für das autonome Fahren.“

Investitionen in die Zukunft

In der Forschung und Entwicklung sind bei ZF 14.550 Mitarbeiter weltweit tätig. 2016 hat ZF zwei Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet, was 5,5 Prozent des Umsatzes entspricht (Vorjahr: 4,8 %). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiere laut Unternehmensinformationen insbesondere aus in den Divisionen Aktive und Passive Sicherheitstechnik sowie E-Mobility.

„Den tiefgreifenden Wandel in der Automobilindustrie nutzt ZF für einen Transformationsprozess zu einem Technologiekonzern, der in den Zukunftsfeldern E-Mobilität und autonomes Fahren eine führende Rolle einnimmt“, sagt ZF-Chef Dr. Stefan Sommer. Der ZF-Ansatz dabei ist die Kombination aus Mechanik und Elektronik. „Auch das Auto der Zukunft fährt nicht ohne Mechanik, denn das viel zitierte ‚iPhone auf Rädern‘ braucht weiter eine Bremse und eine Lenkung, Achsen und weitere mechanische Komponenten“, sagt ZF-Chef Dr. Stefan Sommer. „Hier, in der Kombination aus Hardware und Software, liegt unsere Stärke – wir produzieren intelligente mechanische Systeme.“