Das Denso-Headquarter in Japan.

Mit Hilfe eines facettenreichen Ansatzes gibt Denso das Ziel aus, bis 2035 CO2-Neutralität sowie null Verkehrsunfälle zu erreichen. Bild: Denso

Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit in der Produktion sind zwei wesentliche Herausforderungen, denen der große japanische Zulieferer Denso mit Produkten und Prozessen zu begegnen versucht. Im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz zeigten Topmanager aus Europa die Lösungswege auf, die der weltweit zweitgrößte Anbieter von Automobiltechnologie im Köcher hat oder weiterentwickeln will. Dabei setze man auf einen vielschichtigen Ansatz, wie Yasushi Mukai, CEO von Denso in Europa, sagt.

Klimaneutralität ohne Emissionszertifikate

Dieser Ansatz beruht auf dem Konzept der Umweltfreundlichkeit und soll allen Menschen auf und neben der Straße ein Gefühl der Sicherheit geben. Man sehe die Herausforderungen über die Generationen hinweg, so der Europa-CEO. Das Unternehmen will Produktionsprozesse straffen und strebt nach Klimaneutralität, ohne dafür Emissionszertifikate zu verwenden. Bis 2035 will man CO2-Neutralität erreichen. Helfen sollen Innovationen in der Produktion und Lieferung, CO2-Recycling-Umwelttechnologien sowie der Einsatz von 100 Prozent erneuerbarer Energie.

Szene aus der Herstellung beim Zulieferer Denso.
Denso ist an über 200 Standorten in 35 Ländern und Regionen auf fünf Kontinenten tätig. Bild: Denso

Beim Blick auf die Produkte spielt beim Zulieferer die sogenannte Peace of Mind-Strategie eine Rolle, nach der die Zahl der Autounfälle durch die Integration fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme in neuen Fahrzeugen sowie die Anbringung von Sicherheitsvorrichtungen in bereits am Verkehr teilnehmenden Fahrzeugen verringert werden soll. Die Technologien in so viele Fahrzeueg als möglich zu integrieren und bei Entwicklungen auch den Fahrzeugbestand zu berücksichtigen, seien wichtige Stellhebel für die Zukunft, sagt Stephan Watzka, Director of Engineering & R&D bei Denso Automotive Deutschland.

Elektroschub durch kabelloses Laden

Beim Antrieb setzt der Supplier neben seinen klassischen Produkten, wie etwa den Injektoren, auch auf die Brennstoffzellentechnologie und E-Fuels. Im Bereich der Fahrzeugklimatisierung wolle man Fortschritte für alle Fahrzeugklassen, so Matteo Biglia, Vice President für Forschung und Entwicklung des Denso Thermal Europe Centers (TEC). Beim Unternehmen versteht man darunter die Verbesserung der Qualität der Temperatur, des Tons, der Luft und des visuellen Umfelds. Für die Elektromobilität sehen die Japaner einen Hebel zur Steigerung der Attraktivität und Milderung der Reichweitenangst in Dynamic Wireless Power Transfer-Systemen, also den in die Straße eingelassenen Ladegeräten, welche die Fahrzeuge beim Überfahren oder Halten mit Strom versorgen. Die Technologie will Denso ab 2025 zunächst in eigenen Werken einsetzen.

Das ganze wird nicht ohne erhebliche Anstrengungen gelingen. In Forschung und Entwicklung strebe man Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro an, sagt Masashi Kiyono, Head of Engineering für Denso in Europa.

Europa-CEO Yasushi Mukai sieht in der aktuellen Phase eine interessante Zeit für die Automobilindustrie. "Die Prioritäten der Gesellschaft verschieben sich. Unser eigenes Wertekonzept entwickelt sich weiter – von Teilen und Komponenten zu Mobilitätssystemen und -lösungen, von einem Fortbewegungsmittel zur Mobilität als Dienstleistung, von der persönlichen Nutzung zu gemeinsamer und vernetzter Mobilität und vom traditionellen Kraftstoffverbrauch zu einer nachhaltigeren und CO2-neutralen Energienutzung.

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