| von Wolfgang Gomoll

Die Schokoladenseite der Audi A3 Stufenheck-Limousine ist das Heck. Mit dem kleinen Spoiler und den dreidimensional anmutenden Rücklichtern kann sich die Hinterseite der zweiten Karosserievariante des aktuellen Audi A3 allemal sehen lassen. Das heißt nicht, dass man mit der Limousine am besten rückwärts durch die Gegend fahren sollte, weil die Front so unansehnlich wäre. Ganz im Gegenteil: Der Vorderwagen ist identisch mit dem des Sportbacks und vermittelt optisch jede Menge Dynamik. Dass dies keine bloße Mimikry ist, zeigt die Tatsache, dass der cw-Wert der Limousine 0,25 beträgt, und ist damit 0,04 cw-Punkte besser als der der ersten Generation. Dazu trägt auch der steuerbare Kühllufteinlass mit zwei elektrisch angesteuerten Jalousiemodulen hinter dem Singleframe-Kühlergrill bei.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger der Stufenheck-Limousine liegt die zweite Generation des Rucksackdeutschen in fast allen Bereichen zu: In der Länge sind es vier Zentimeter auf jetzt 4,50 Meter, in der Breite sind es zwei Zentimeter (1,82 Meter) und die Karosserie streckt sich um einen Zentimeter auf 1,43 Meter nach oben. Eine erste Sitzprobe hat ergeben, dass man mit einer Körpergröße von über 1,85 Metern vorne und hinten vernünftig Platz findet. Apropos Platz: Das Fassungsvermögen des Kofferraums bleibt mit einem Volumen von 425 Litern identisch. Allerdings ist das Gepäckabteil nicht so leicht zugänglich, wie das beim Sportback der Fall ist.

Der Innenraum übernimmt das Ambiente des Sportbacks. Also blickt der Fahrer auch bei der Limousine auf ein 12,3 Zoll großes Cockpit mit virtuellen Anzeigen, die in verschiedenen Variationen dargestellt werden können und auf einen 10,1 Zoll großen Touchscreen als Kommunikationszentrale. Wie schnell die Entwicklung gerade in diesem Bereich voranschreitet, lässt sich daran festmachen, dass das Infotainment bei der Rechenleistung den Vorgänger um den Faktor zehn übertrifft. Wie bei den VW- beziehungsweisen MIB-Modellen der aktuellen Generation üblich, geschieht die Eingabe der gewünschten Befehle mittels kachelförmiger Apps.

Der Sportback wird hierzulande die deutlich gefragtere Variante sein. Deswegen soll die Limousine erst im Sommer erscheinen. Zum Marktstart stehen zwei Motoren zur Auswahl: Der 35 TFSI hat einen 1,5 Liter großen Benziner mit 110 kW / 150 PS, der wahlweise mit einer neuentwickelten Sechsgang-Handschaltung oder mit der Siebengang-S-tronic kombiniert werden kann. In Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe bekommt das Aggregat eine 48 Volt-Mildhybridisierung, die den Verbrauch um bis zu 0,4 Liter pro 100 Kilometer drücken soll und zudem dem Motor beim Anfahren mit einem zusätzlichen Drehmoment von 50 Newtonmetern unter die Arme greift. Der 2,0-Liter-TDI-Diesel hat ebenfalls 100 kW / 150 PS. Ein paar Wochen nach dem Marktstart legt Audi bei den Aggregaten nach: Der zweite Diesel hat den identischen Hubraum und leistet 85 kW / 116 PS, während der 1,0-Liter-TFSI ein Dreizylinder-Benziner mit 81 kW / 110 PS ist. Auch bei diesem Aggregat gibt es die Doppelkupplung samt MHEV-Modul als Alternative zur Handschaltung. Beim Fahrwerk hat man die Wahl zwischen einem konventionellen Stahlfahrwerk und einem, das mit adaptiven Dämpfern verbessert ist.

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