In der Liga der Nobel-SUV führt an Hubraum und Zylindern bisher kein Weg vorbei. Audi riskierte beim A8 Hybrid die Kombination aus Vierzylinder-Turbo und Elektromodul ? und verlor. Kein Mensch interessierte sich für das müde Hybridmodell. Während Volvo bei seinem neuen XC90 allein vier Zylinder anbietet und diese mit einem Elektromodul auf bis zu 400 PS beflügelt, macht es BMW besser. Die Münchner Bayern lassen dem Kunden die Wahl, mit wieviel Zylindern, Hubraum und Leistung er unterwegs sein will. Die Volumenmodelle haben sechs und acht Zylinder; die Sportversionen leisten fast 500 PS. Hinzu kommt ein wenig überzeugender Vierzylinder-Selbstzünder mit dünnen 218 PS.

Die Plug-In-Version des BMW X5 xDrive 40e wird ebenfalls von einem zwei Liter großen Vierzylinder-Turbo mit 245 PS angetrieben. Zusammen mit dem in der Achtgang-Automatik verbauten 83-kW-Elektromotor stehen dem Fahrer üppige 230 kW / 313 PS und 450 Nm maximales Drehmoment zur Verfügung. 0 auf Tempo 100 schafft der Allradler in guten 6,8 Sekunden, während die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit mit 210 km/h recht dürftig ausfällt. Der Normverbrauch liegt bei geringen 3,4 Litern bzw. 15,4 kWh. Rein elektrisch kann der BMW X5 xDrive 40e je nach Fahrmodus bis zu 31 Kilometern fahren oder mit alleiniger Elektrokraft Tempo 120 schaffen. An der eigenen Wallbox oder der Ladesäule lässt sich das Akkupaket in 2.45 h aufladen. An der normalen Haushaltssteckdose dauert das Nachladen des 4,89 Meter langen SUV fast vier Stunden.

Das Akkupaket ist dabei nahezu spurlos unter dem Ladeboden des immerhin 2,3 Tonnen schweren Plug-In-Hybriden untergebracht. Das Laderaumvolumen liegt zwischen 500 und 1.720 Liter. Im Innenraum unterscheidet sich die BMW X5 xDrive 40e genauso wie von außen abgesehen von der Ladeklappe nicht von den X5-Modellen mit Verbrennungsmotor. Marktstart ist im Herbst. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften jedoch bei rund 70.000 Euro beginnen.

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Stefan Grundhoff