Es ist eher kosmetischer Feinschliff, den Jeep seinem Renegade im Modelljahr 2018 angedeihen lässt. Das meiste davon gehe auf Kundenvorschläge zurück, versichert man bei Jeep. So sei es etwa als fummelig empfunden worden, den Kofferraum über einen nur ertastbaren Griff unterhalb der Heckklappe zu entriegeln. Nun prangt der Griff gut sichtbar mitten auf der Hecktür.

Kritik habe es auch an den Ablagen im Innenraum gegeben. Nun hält ein Netz im Fußraum des Beifahrersitzes den Krimskrams beisammen und es gibt einen zweiten Getränkehalter sowie eine Ablage für das Smartphone. Dafür wurde der Selec Terrain-Schalter angepasst. Der zweite USB-Stecker wanderte aus der Mittel-Armlehne an deren Rückseite und damit in erreichbare Nähe der Passagiere im Heck.

Zudem folgt Jeep auch beim Renegade dem Trend zur Vernetzung. Das Uconect-Infotainment-System sorgt in drei verschiedenen Leistungsstufen für die Einbindung eines Smartphones. Apple CarPlay und Android Auto gehören dazu. Integriert sind auch Dienste wie Internet Radio, Deezer Musik-Streaming, der Nachrichtendienst Reuters oder Social Media-Kanäle wie Facebook und Twitter.

Ein vollwertiger Jeep

Wer mehr über den aktuellen Zustand seines Renagade wissen will, für den ist Jeep Skills gedacht. Über diese App lassen sich auf dem Bildschirm Leistungsanzeigen aufrufen wie zum Beispiel die Antriebsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, die Stellung der Vorderräder, Seiten- und Längsneigung, die aktuellen GPS-Koordinaten, Motorleistung, Beschleunigung, Fliehkräfte, Anhalteweg und mehr. Alles Daten, die niemand wirklich braucht, die den passionierten Offroader aber immer dringend interessieren.

Ansonsten ist der Jeep Renegade des Jahres 2018 der Renegade des Jahres 2017. Der 4,23 Meter lange und in Italien, China und Brasilien produzierte Kraxler ist auf einer Fiat-Plattform unterwegs und entsprechend asphaltaffin. Auf den bequemen Sitzen sind auch lange Strecken ermüdungsfrei machbar, präzise Lenkung, komfortable Bedienung, rückenschonende Fahrwerkabstimmung, ein Laderaum, der mit 351 Litern so groß ist wie der seines Plattformspenders Fiat 500X - der Renegade taugt als kompaktes SUV bestens zum Stadt- und Alltagsauto. Und er ist ein vollwertiger Jeep: geländetauglich genug für den legendären Rubicon-Trail.

Im aktuellen Jahrgang können die Kunden zwischen drei Benzinern von 81 kW/110 PS bis 125 kW/170 PS und vier Dieselmotoren von 70 kW/95 PS bis 125 kW/170 PS wählen. Mit einer neuen Preisstruktur forciert Jeep dabei vor allem die Benziner, die ausstattungsbereinigt im neuen Modelljahr zum Teil deutlich günstiger zu haben sind.

Die Preisliste für den weltweit bestverkauften Jeep beginnt bei glatten 20.000 Euro für den 1,6-Liter-Benziner mit 110 PS. Der 2.0-Liter-Diesel mit 170 PS, 9-Stufen-Automatik und Trailhawk-Ausstattung kostet mindestens 35.000 Euro.