Subaru geht unbeirrt seinen eigenen Weg – und das erfolgreich. Während manche kleine Autobauer nach wie vor um das Überleben kämpfen, schreiben die Japaner schwarze Zahlen. Konsequent statten die Japaner die meisten ihrer Modelle mit Allradantrieb aus und halten an den Boxer-Diesel-Motoren fest. Diese Beharrlichkeit macht die Automobilsparte des Unternehmens Fuji Heavy Industries (FHI), an der auch Toyota beteiligt ist, irgendwie sympathisch und erinnert ein wenig an die Gallier aus den Asterix-Comics, die sich der römischen Übermacht nicht beugen wollen, weiter Wildschweine essen, Hinkelsteine schlagen und Distelzweige schneiden.

Jetzt peppt Subaru den Forester etwas auf und kombiniert den 147-PS-Boxerdiesel mit der Lineartronic-Automatik. Wieder einer dieser Marotten der Asiaten, allerdings nicht zwingend eine der uneingeschränkt positiven. Das CVT-Getriebe raubt aufgrund seiner Gummiband-Charakteristik dem Selbstzünder fast jegliche Verve. Immerhin: Solange man ohne große Beschleunigungs-Ambitionen im Verkehr mitschwimmt, ist dieses Getriebe ein ebenso unauffälliger wie unaufgeregter Begleiter.

Soll es mal schneller vorangehen, meldet sich der Motor analog zum Durchtreten des Gaspedals lautstark zu Wort, allerdings folgt dem angestrengten Knurren kein wirklich wahrnehmbarer Vortrieb. Da hilft auch das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern nicht viel, das ab 1.600 U/min bereitsteht. Das mit 9,9 Sekunden von null auf 100 km/h zurückhaltende Sprintvermögen passt zum Forester, mit dem man eventuell Bäume transportieren, aber geschwindigkeitsmäßig keine ausreißen kann. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,3 Liter pro 100 km reiht sich der Subaru-Geländewagen im Klassen-Mittelfeld ein. Mit genug Anlauf schafft die Kombination aus Diesel, CVT-Getriebe und 1.636 Kilogramm schwerem SUV eine Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h. Damit jagt man nicht unbedingt Porsches Angst ein, muss aber auch nicht vor VW Ups die Spur räumen. Wer dennoch etwas mehr Temperament will, sollte zur manuellen Sechsgangschaltung greifen.

Anders als der etwas straffer gefederte Crossover-Bruder Outback spielt der SUV die Komfort-Karte. Der Forester schluckt Unebenheiten gelassener, wankt dafür etwas mehr in den Kurven, erweist sich dafür abseits asphaltierter Straßen als souveräner, was beim Namen “Forester” auch kein Wunder ist. Aktiviert man per Knopfdruck den X-Mode, sind Off-Road-Strecken kein großes Problem für den Nippon-Kraxler. Allerdings ist das Fassungsvermögen des Kofferraums mit 505 Litern bis maximal 1.573 Litern maximal Klassendurchschnitt.

Da fallen dann auch die indirekte Lenkung und die Sitze mit wenig Seitenhalt nicht so sehr ins Gewicht. Mit dem Subaru Forester will man entspannt gleiten oder eben als Nutzfahrzeug ins Gelände oder den Wald. Dazu passt die hohe Sitzposition, die archaisch anmutenden Instrumente mit schwarzweißer Pixelgrafik zwischen den beiden Rundinstrumenten. Diese Besinnung auf das Wesentliche hat auch ihre Vorteile: Die Bedienung stellt die Insassen auch ohne ausgedehntes Studium der Bedienungsanleitung nicht vor allzugroße Probleme.

Neben der neuen Kombination aus Automatik und dem Diesel bietet der aufgefrischte Geländewagen noch ein paar technische Verbesserungen. Das Navigationssystem weist nun endlich mit einer zeitgemäßen Grafik den Weg, bei der die Richtungspfeile auch zwischen den Rundinstrumenten angezeigt werden. Leichter von der Hand geht auch die Steuerung externer Smartphones, die per Bluetooth mit dem Infotainment-System verbunden sind. Ab 28. März ist der Subaru Forester 2.0D mit der Lineartronic für mindestens 32.200 Euro zu haben. Die gefahrene Top-Variante “Sport”, die unter anderem 18-Zoll-Felgen, Ledersitze und ein Harman/Kardon-Soundsystem beinhaltet, kostet 40.700 Euro.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Subaru Fahrbericht

Wolfgang Gomoll; press-inform