Ford Focus RS

Ford gibt beim Europa-Absatz kräftig Gas. – Bild: Ford

In absoluten Zahlen heißt das: Ford setzte zwischen Januar und März 335.089 Autos ab und Opel 279.306. Der Kölner Autobauer konnte damit seinen Marktanteil in Europa auf 8,2 Prozent ausbauen. Peter Fleet, Vorstandsmitglied von Ford of Europe, sagt, dass die Zuwächse insbesondere von den neuen Modellen befeuert werden.

Beim Mondeo ging der Absatz im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreswert um 34 Prozent nach oben. Die Verkäufe des Kuga stiegen um 30,4 Prozent. Damit legte das SUV das beste Quartal seit 2008 hin.

Ford könnte seinen Vorsprung vor Opel in den nächsten Monaten weiter ausbauen. Ein entscheidender Faktor ist hierbei Russland. Während die Rüsselsheimer sich aus dem kriselnden russischen Automarkt zurückgezogen haben, investiert Ford weiter in das Riesenreich und hat jetzt die Produktion des Mondeo in Vsevolohsk gestartet. Vorausgegangen war dem eine umfassende Modernisierung des Werks.

Fleet sagt, dass viele ehemalige Opel-Händler in Russland Interesse bekunden, nun Ford-Modelle zu verkaufen. Zudem sei ein Trend zu beobachten, dass viele russische Opel-Kunden jetzt zu Ford wechseln.

Ob sich die gestiegenen Verkaufszahlen auch auf dem Konto bemerkbar machen ist unklar. Fleet wollte sich nicht zu diesem Thema äußern. Ford hat allerdings zu Jahresbeginn erklärt, dass es mit einem Verlust von rund 250 Millionen Dollar in Europa für das Jahr 2015 rechnet.

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Gabriel Pankow