Emblem-Montage bei VW in China

Im Moment läuft es nicht rund für VW in China. – Bild: VW

Bereits im Juli berichtete Der Spiegel, dass der Volkswagen-Konzern die Produktion im Reich der Mitte drosseln wolle. Der Wolfsburger Autobauer dementierte umgehend. Nun will die Wirtschaftswoche erfahren haben, dass der Autobauer die Fertigung wichtiger Modell in der Volksrepublik im Gesamtjahr 2015 um 10 bis 20 Prozent reduzieren wolle. Das Blatt beruft sich dabei auf Aussagen eines hochrangigen VW-Managers, der mit einer Durststrecke von bis zu einem Jahr in China rechne.

Um auf die sinkende Nachfrage zu reagieren, werde deshalb in vielen Werken demnächst nur an 250 Tagen im Jahr gearbeitet. Bislang waren es 300. VW selbst spricht dabei von einer bewussten Normalisierung der Produktion. Zuvor hätten die Werke auf Anschlag gearbeitet.

Hintergrund: VW musste in den ersten sechs Monaten ein Minus von 3,9 Prozent auf 1,74 Millionen verkaufte Autos im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Vertriebschef Christian Klingler hatte bei Vorlage der Halbjahreszahl mit Blick auf China von einer “angespannten Lage” gesprochen. Kritisch ist die in den vergangenen zwei Monaten weiter nachlassende Marktdynamik. Praktisch alle Volumenhersteller liegen inzwischen im Minus.

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gp