Renault ist schon heute in Ägypten vertreten. Will der Frankreich-OEM womöglich ein neues Autowerk

Renault ist schon heute in Ägypten vertreten. Will der Frankreich-OEM womöglich ein neues Autowerk in dem Land am Nil errichten? Bild: Renault

Darüber hinaus sagte der Minister, dass Delegationen des Autobauers schon zweimal das Land besuchten. Dabei haben sie wohl mögliche Standorte unter die Lupe genommen.  Weiter heißt es, dass der OEM auch schon Kontakt zu lokalen Lieferanten aufgenommen habe.

In einer ersten Einschätzung halten die Marktbeobachter von IHS Automotive diese Meldung für alles andere als überraschend. Wenn man den nordafrikanischen Markt bedienen will, sei es nur logisch in Ägypten Produktionskapazitäten aufzubauen. Die Lage des Landes sei dafür ideal. Des Weiteren biete der ägyptische Markt selbst - auf lange Sicht - ein gutes Wachstumspotential. Schließlich ist derzeit der Motorisierungsgrad im 87 Millionen Einwohner zählendem Land noch äußerst niedrig.

Die Marktbeobachter wollten allerdings keine Spekulation abgeben, um welchen der zwei relevanten französischen Autobauer – PSA oder Renault – es sich handeln könnte. Bekannt ist allerdings, dass Renault schon heute zusammen mit Allianzpartner Nissan in dem Land aktiv ist. In gemeinsamen Montagewerken laufen Pkw der Marken Dacia, Nissan und Lada vom Band. PSA hat bis dato noch keine Dependance in Ägypten.

Neben Renault-Nissan sind es insbesondere chinesische OEMs, die in Ägypten Autos montieren lassen. Hersteller wie SAIC, Chery oder BYD wollen in dem nordafrikanischen von der geringen Marktdurchdringung westlicher Autobauer profitieren. Das Gros der Werke befindet sich in der Nähe der Hauptstadt Kairo sowie der Millionenmetropole Gizeh.