Audi-Gesamtbetriebsrat Peter Mosch

Audi-Gesamtbetriebsrat Peter Mosch: Digitalisierung, Elektromobilität und automatisiertes Fahren bestimmen zunehmend auch die Agenda der Betriebsräte. Bild: Vanessa Heder

"Alternative Antriebe sind die Zukunft des Automobilbaus. Und diese Zukunft muss in erster Linie an den deutschen Standorten stattfinden", so Mosch. "Der Vorstand hat uns zugesagt, die beiden deutschen Standorte fit für die Elektromobilität zu machen. Und da bleiben wir dran." Für das Werk in Ingolstadt fordert Mosch den Bau eines reinen Elektroautos. "Davon rücken wir auch keinen Millimeter ab."

Wichtig sei zudem, die klassische Produktion sowie Forschung und Entwicklung in Deutschland zu halten. "Klar ist Audi ein Global Player, genauso klar ist aber auch, dass das Audi-Herz dort kräftig schlagen muss, wo es nun mal sitzt – in Deutschland", fordert Mosch. "Hier müssen auch in Zukunft volumenstarke Modelle vom Band fahren."

Dass wichtige Modelle wie der Q5 in Mexiko und der Q8 in Bratislava gebaut werden, dürfe nicht zu Lasten deutscher Arbeitsplätze gehen. Der Gesamtbetriebsrat habe nur unter der Bedingung zugestimmt, dass diese Standortentscheidungen "die Beschäftigung an den deutschen Standorten sichern muss", so Mosch. "Daran werden wir den Vorstand nicht nur immer wieder erinnern, wir werden ihn daran auch messen. Nicht nur wir Arbeitnehmervertreter, sondern auch die Audi-Mannschaft."

Forschung und Entwicklung, das Hirn des Unternehmens, will Mosch weiter in Deutschland sehen. "Das kann man nicht verpflanzen. Basta. Sollte es solche Absichten geben, sage ich entschieden: Nicht mit mir und schon gar nicht mit dem Audi-Gesamtbetriebsrat."

Das komplette Interview mit dem Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Peter Mosch lesen Sie hier.

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