VW

Auch VW ist offensichtlich wieder von der Rückrufaktion betroffen. Bild: ks

Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP mit Verweis auf Regierungskreise. Grund für die breitangelegte Rückrufaktion sei eine erforderliche Änderung der Abschaltvorrichtungen für die Abgasreinigung bei bestimmten Temperaturen.

Nachdem der VW-Konzern im Herbst zugeben musste, dass bei Millionen Autos eine Software zur Manipulation der Abgaswerte (defeat device) eingebaut wurde, hatte Verkehrsminster Alexander Dobrindt beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Nachprüfungen durch unabhängige Gutachter in Auftrag gegeben.

Laut Verkehrsministerium betrafen diese Tests sowohl VW-Dieselautos als auch Diesel-Fahrzeuge anderer Hersteller aus dem In- und Ausland. Die Abgaswerte wurden demnach sowohl im Labor als auch "unter realen Bedingungen auf der Straße" gemessen. Das KBA hatte nach einem Großteil der Messungen Mitte November mitgeteilt, dass "zum Teil erhöhte Stickoxidwerte" festgestellt worden seien.

Fahrzeuge mit illegaler Software wurden dabei nicht entdeckt. Zudem bewegen sich die Abschaltvorrichtungen nach EU-Vorgaben im Bereich des Möglichen. Es gebe jedoch Zweifel in der Untersuchungskommission, ob diese Vorrichtungen zum Schutz von Bauteilen tatsächlich notwendig seien. Das Handelsblatt berichtet, bei den Tests sei herausgekommen, dass einige Unternehmen "Tricks" anwenden, um die vorgeschriebenen Abgaswerte einzuhalten. Besonders auffällig sei jeweils ein OEM aus Frankreich, den USA und Asien geworden.