Nokia Here

Mit Nokia Here bietet sich für die Hersteller eine seltene Gelegenheit, einen gut ausgebauten Anbieter digitaler Karten zu kaufen. Bild: Nokia

Die Frist zur Abgabe der Gebote für den Kartendienst laufe am Donnerstag (18.6.) aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen. BMW und Daimler wollten sich nicht dazu äußern. Bei Audi war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen, so die Nachrichtenagentur.

Für die Deutschen Bieter scheint es aber harte Konkurrenz zu geben. So gibt es Interessenten aus China und mehrere Finanzinvestoren, berichtete bereits vor Wochen die Nachrichtenagentur Bloomberg. So habe sich der Fahrdienst-Vermittler Uber mit der chinesischen Internet-Suchmaschine Baidu und dem Finanzinvestor Apax Partners zusammengetan.

Nokia will sich auf das Kerngeschäft als Ausrüster von Telekom-Netzwerken mit der Übernahme des Rivalen Alcatel-Lucent konzentrieren und seinen Kartendienst abstoßen. Es ist eine seltene Gelegenheit, einen gut ausgebauten Anbieter digitaler Karten zu kaufen. Nach bisherigen Berichten streben die Finnen einen Preis von mindestens drei Milliarden Euro an. Here wird hauptsächlich am Nokia-Standort Berlin entwickelt und geführt.

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ks