BMW-Hochhaus München, BMW-Logo

BMW bleibt profitabelster Autokonzern der Welt. Insgesamt entwickelten sich die deutschen Hersteller Volkswagen, Daimler und BMW überdurchschnittlich gut. Bild: BMW

BMW hat seinen Platz als gewinnstärkster Autokonzern der Welt im zweiten Quartal 2016 laut einer Studie verteidigt. Die Münchner legten sogar noch eine Schippe drauf: Von 100 Euro Umsatz blieben bei BMW im zweiten Jahresviertel vor Zinsen und Steuern 10,90 Euro in der Kasse. Ein Jahr zuvor waren es 40 Cent weniger gewesen.

Das geht aus einer Analyse zu den größten 16 Autokonzernen hervor, die das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY erstellte. Die Ergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag (25. August) vor.

Hinter BMW musste der japanische Hersteller Toyota beim Vergleich der operativen Gewinnspannen einen Rückgang von 10,8 auf 9,7 Prozent hinnehmen. Daimler belegte mit 8,4 Prozent den dritten Platz. Suzuki (7,8 Prozent), Honda (7,7) und General Motors (7,4) folgten.

Top 3 Autokonzerne im zweiten Quartal 2016
Quelle: Ernst & Young

Beim Umsatz ist VW dank eines Wachstums von knapp zwei Prozent im zweiten Quartal an Toyota vorbeigezogen. Der japanische Autokonzern verzeichnete einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf umgerechnet 54 Milliarden Euro, während der Wolfsburger Konzern auf knapp 57 Milliarden Euro zulegen konnte. Beim Gewinn und beim Pkw-Absatz hatte hingegen Toyota die Nase vorn: Mit umgerechnet 5,3 Milliarden Euro erwirtschaftete Toyota den höchsten operativen Gewinn (Ebit) aller Autokonzerne – Daimler und GM landen auf den Plätzen zwei und drei. Beim Absatz lag Toyota mit 2,53 Millionen verkauften Pkw knapp vor Volkswagen (2,46 Millionen) und GM (2,40 Millionen).

Insgesamt verzeichneten die 16 größten Automobilkonzerne der Welt bei einem Absatzwachstum von drei Prozent ein leichtes Umsatzplus von 1,1 Prozent. Die deutschen Hersteller Volkswagen, Daimler und BMW entwickelten sich in Summe in beiden Disziplinen überdurchschnittlich gut und legten beim Absatz um sieben Prozent und beim Umsatz um drei Prozent zu.

Eingebrochen ist hingegen der operative Gewinn der deutschen Konzerne: Insgesamt sank das Ebit der deutschen Autobauer um knapp ein Fünftel (BMW: plus acht Prozent; Daimler: minus 12 Prozent; Volkswagen: minus 46 Prozent), während die japanischen Hersteller einen Gewinnrückgang von neun Prozent verzeichneten. Die operativen Gewinne der US-Konzerne und der französischen Hersteller stiegen hingegen um 10 bzw. 36 Prozent.

Fotoshow: Die Gewinne der Volumenmarken pro Auto

  • Opel Corsa

    Nur ein kleiner Gewinn, aber zumindest wieder ein Gewinn: Opel/Vauxhall landet mit einem EBIT von 117 Euro pro verkauftem Auto auf dem zwölften Platz. Bild: Opel

  • Seat Leon

    Platz 11 mit 337 Euro pro Auto: Die VW-Tochter Seat. Bild: Seat

  • Fiat Tipo

    Platz 10 und 356 Euro pro Fahrzeug: Fiat

  • VW Golf GTI Clubsport

    Platz 9: Volkswagens Pkw-Marke erzielte im ersten Halbjahr 2016 lediglich 395 Euro Gewinn pro Fahrzeug, was zu einer mageren EBIT-Marge von 1,7 Prozent führt. Bild: Volkswagen

  • Renault Captur

    Platz 8: Renault mit immerhin 715 Euro pro Auto. Bild: Renault

  • Kia Sportage

    Platz 7: Kia mit 725 Euro Gewinn pro verkauftem Fahrzeug. Bild: Kia

  • Hyundai Grand Santa Fé

    Platz 6: Hyundai, 773 Euro pro Fahrzeug. Bild: Hyundai

  • Peugeot 2008

    Platz 5: Peugeot Citroen, 844 Euro pro Auto. Bild: Peugeot

  • Ford S-Max

    Platz 4: Ford Europa, 973 Euro Gewinn (EBIT) je verkaufter Einheit. Bild: Ford

  • Skoda Octavia

    Mit Platz 3 und beachtlichen 1589 Euro pro Fahrzeug in den "Medaillenrängen". Skoda. Bild: Skoda

  • Toyota Yaris Hybrid

    Den zweiten Platz belegt mit 1602 Euro EBIT pro Fahrzeug der japanische Autobauer Toyota. Bild: Toyota

  • Nissan Qashqai

    Top-Platzierung beim Gewinn unter den Volumenmarken: Nissan erzielte im ersten Halbjahr 2016 stolze 2008 Euro EBIT pro verkauftem Fahrzeug. Bild: Nissan