Vernetzung der Fertigung bei Bosch

Die Zulieferer leiden unter der Krise in der Autobranche und stehen unter Veränderungsdruck. Bild: Bosch

| von Yannick Tiedemann

Der aktuellen Top 100-Zuliefererstudie des Beratungsunternehmens Berylls zufolge stieg der Gesamtumsatz der weltweiten Zuliefererbranche um 4,3 Prozent auf 918 Milliarden Euro und damit auf ein neues Rekordhoch. Gleichzeitig schrumpfte die Profitabilität jedoch auf eine durchschnittliche Marge von sechs Prozent. In den Vorjahren lag sie deutlich über sieben Prozent. Berylls nimmt nur Zulieferer in das Ranking auf, die in einem Geschäftsjahr einen Umsatz von mindestens 2,7 Milliarden Euro vorweisen können.

Dabei mussten vor allem die deutschen Zulieferer besonders hohe Ergebniseinbußen verkraften: Während 2018 die Marge der heimischen Zulieferer noch bei überdurchschnittlichen 9,1 Prozent lag, stürzte sie laut Studie im vergangenen Jahr auf nur noch 2,5 Prozent ab. Zugleich reduzierte sich der Umsatz der deutschen Supplier leicht um 0,5 Prozent. Außerhalb Deutschlands verbesserten die europäischen Zulieferer ihre Ergebnisse, sie gewannen Berylls zufolge letztes Jahr 8,9 Prozent beim Umsatz und sogar 0,2 Prozentpunkte bei ihrer Profitabilität hinzu.

Zulieferer-Unternehmen aus dem asiatischen Raum verbesserten ihre Ergebnisse ebenfalls merklich: ein Plus von 15,3 Prozent bei fast gleichbleibender Gewinnmarge von 5,5 Prozent (-0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr) steht hier zu Buche. Japan und USA verbesserten laut Studie ihren Umsatz leicht, mit +2,8 Prozent und +2,6 Prozent, verloren aber bei den Margen 1,3 beziehungsweise 1,1 Prozentpunkte.

Innerhalb der Top-10 der global größten Zulieferer zeigen sich derweil keine Veränderungen: Bosch, Continental und Denso führen das Feld mit einigem Abstand vor Magna, ZF Friedrichshafen und Aisin an. Nach Hyundai Mobis konnte Bridgestone sich knapp vor Michelin behaupten, Valeo komplettiert die Top-10.

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