Ford-Logo auf der NAIAS 2017

Ford soll angeblich Diesel-Modelle mit einer Betrugssoftware gebaut haben, ähnlich der, die Volkswagen seinerzeit eingesetzt hatte. Bild: Jennifer Kallweit

Die Software überliste staatliche Zertifizierungstests und lasse dann Emission auf der Straße weit über den gesetzlichen Grenzwerten zu. Eine vor einem Bundesgericht in Detroit eingereichte Sammelklage geht davon aus, dass Kunden für die "sauberen Diesel"-Versionen der Ford-Modelle 250 und 350 eine Prämie von 8.400 US-Dollar gegenüber vergleichbaren Benzinern gezahlt haben. Die genannten Diesel-Modelle sollen eine Betrugssoftware verwendet haben, ähnlich der, die Volkswagen seinerzeit eingesetzt hatte.

Im Gegensatz zu Volkswagen sieht sich Ford nicht mit Anschuldigungen von US-Umweltaufsichtsbehörden oder Staatsanwälten konfrontiert. Von Ford war kurzfristig kein Kommentar zu erhalten. Die Klage nennt auch den Softwarehersteller Bosch als Beklagten. Bosch hatte ähnliche Vorwürfe im Zusammenhang mit Volkswagen beigelegt und lehnt es ab, sich zu den jüngsten Rechtsstreitigkeiten zu äußern.

Ford hatte erst kürzlich bekannt gegeben, sein Pick-up-Legende Ford F-150 erstmals auch mit einem Diesel-Aggregat auszurüsten. Dabei solle ein komplett neu entwickelter 3,0-Liter-Turbodiesel mit 250 PS zum Einsatz kommen.