Mark Fields, Ford

Ford-Chef Mark Fields will die Produktionskapazitäten in China ausbauen. Bild: Ford

Das kündigte Ford-Boss Fields in einem Interview mit der Wirtschaftswoche an. “2013 konnten wir 740 000 Pkws und etwa 200 000 Nutzfahrzeuge produzieren. Zum Ende dieses Jahres werden wir 1,4 Millionen Pkws und 500 000 Nutzfahrzeuge fertigen können”, sagte er zum Thema China. “Wir erhöhen dafür die Kapazitäten in unseren bestehenden Werken und bauen zwei neue Fabriken in diesem Jahr.”

Zudem gestalte sich die Einführung der Luxusmarke Lincoln im Reich der Mitte seit November “äußert vielversprechend”, sagte der Ford-chef.

Weiterhin rote Zahlen in Europa

Für das verlustbringende Europageschäft lässt Fields den Zeitpunkt für die Rückkehr in die Gewinnzone weiter offen. Insbesondere der Markteinbruch in Russland sorgt für Probleme beim US-Autobauer.

“Wir werden den Verlust in diesem Jahr weiter verringern und wollen, so schnell es geht, wieder profitabel sein”, sagte Fields. Einen fixen Zeitpunkt habe man sich aber nicht gesetzt.

Nach den Ende Januar vorgelegten Zahlen für 2014 hatte Ford im vergangenen Jahr in Europa einen Vorsteuerverlust von 1,06 Milliarden Dollar verbucht, nach einem Minus von 1,44 Milliarden Dollar 2013.

Jim Farley soll Ford in Europa in die Gewinnzone führen

Im November hatte Ford bereits angekündigt, seinen Vize-Marketingchef Jim Farley nach Europa zu schicken, um das Ruder auf herumzureißen. Anfang Januar übernahm Farley den Job des glücklosen Vorgängers Stephen Odell. Ford-Chef Fields, der im Juli bei Ford das Steuer von Alan Mulally übernahm, hatte eigentlich das Ziel ausgegeben, den Konzern in Europa in diesem Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zu steuern.

Fields hatte aber schon einräumen müssen, dass sich die Rückkehr in die Gewinnzone wohl verzögern werde. Vor allem der Markteinbruch in Russland, das wegen des Ukraine-Konflikts vom Westen sanktioniert wird, macht Ford einen dicken Strich durch die Rechnung.

Fields erwartet keine schnelle wirtschaftliche Erholung in Russland. “Das wird eine lange Trockenzeit. Wir erwarten ein weiter schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt. Der Industriesektor wird sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verschlechtern.” Dennoch sei Russland für Ford immer noch ein großer Markt. Deshalb halte er an den Markteinführungen fest. “Es gibt für mich keinen schlechten Zeitpunkt, um ein tolles, neues Modell einzuführen, auch wenn die wirtschaftlichen Umstände schwierig sind”, sagte Fields.

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gp