Um die Sicherheitslücke mit dem Trick auszunutzen, genüge es, das verschlüsselte Signal des Autoschlüssel ein einziges Mal aufzufangen, so der Bericht. Dass die Verschlüsselung so einfach zu knacken sei, gehe auf einen Entwicklungsfehler bei VW zurück. Demnach hat der Konzern in den vergangenen 20 Jahren nur etwa eine Handvoll unterschiedliche Master-Passwörter für seine Schlüssel benutzt. 

In einem zweiten Teil der Untersuchungen stellten die Forscher Sicherheitsprobleme mit einem Chip des Herstellers NXP aus den Niederlanden fest, dessen Technik ""Hitag2-System" in Modellen von Alfa Romeo, Citroën, Dacia, Fiat, Ford, Lancia, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot und Renault zum Einsatz kommt. Allerdings sei diese Lücke deutlich schwieriger zu überwinden. Der Hersteller NXP habe bereits 2009 den Herstellern empfohlen, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten und die Hitag2-Systeme auszutauschen. Warum aber dennoch einige Hersteller nach wie vor die gleichen Chips auch in ihren 2016er-Modellen noch einbauen, sei unklar.

Die Süddeutsche Zeitung hat eine Übersicht der Fahrzeuge zusammengestellt, die von den diversen Sicherheitslücken betroffen sind.