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GM-Marke Buick: vor einigen Jahren so gut wie abgeschrieben meldet das Unternehmen nun neue Rekorde in China und den USA. Bild: Buick

| von Frank Volk

Die Geschichte der Marke Buick ist eine der wundersamsten in der Automobilhistorie. In den 70ern noch volumenstärkste Marke in den USA, dann über die Jahrzehnte zur Bedeutungslosigkeit herunter gerockt, um dann als Regionalmarke mit US-Brand in China für GM die Kunden zu locken. Nicht wenige, die das endgültige Aus der Marke erwarteten.

Was folgte, war ein wuchtiges Comeback. Das nicht nur in China, sondern auch in den USA.  Nach den ersten neun Monaten notiert Buick um 23 Prozent über demselben Zeitraum des Vorjahres, was der Marke einen neuen Rekord bescherte: erstmals wurde zu einem so frühen Zeitpunkt die Marke von einer Million verkaufter Fahrzeuge geknackt und in den USA verkaufte Buick so viele Autos wie zuletzt vor elf Jahren.

Dabei  profitiert die GM-Marke in beiden Ländern vom SUV-Trend. So wurden alleine vom in China gebauten und auch in die USA exportierten Envision zwischen Januar und September 200.000 Einheiten verkauft, ein neues Absatzhoch in den USA verzeichnete im September der Encore.

Auch ein Erfolg für Opel

Trotz des Comebacks in den USA bleibt China der mit Abstand wichtigste Markt für Buick. So wurden 2015 von den insgesamt 1,25 Millionen verkauften Buick über eine Million in China abgesetzt, 243.000 in den USA. Diese Gewichtung  wird nach Einschätzung von IHS Automotive auch so bleiben.   Bis 2020 dürfte der Buick-Absatz in Greater China auf 1,24 Millionen Einheiten steigen, in Nordamerika auf knapp über 220.000 Einheiten zurück fallen.

Einen Teil des Erfolgs von Buick kann sich durchaus Opel ans Revers heften: beim Großteil der aktuellen und früheren Modelle handelt es sich um umgebadgte und leicht modifizierte Modelle der Rüsselsheimer.    

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