Nissan

Der Brexit könnte nicht nur das Ende der britischen Autoproduktion für Nissan bedeuten. Die gesamte Nissan-Fertigung in Europa sei in Gefahr, so der Europa-Chef des Unternehmens. Bild: Nissan

| von Stefan Grundhoff

„Wir wären nicht lebensfähig. Wir könnten unsere Autos einfach nicht mehr verkaufen“, so Gianluca de Ficchy, Vorsitzender von Nissan Europe zu einem möglichen harten Brexit. Obwohl er suggerierte, dass die derzeit in Sunderland (Großbritannien) gebauten Modelle im Werk des Partners Renault hergestellt werden könnten, wäre dies ein kostspieliger Schritt, der Jahre dauern würde und dessen „Arbeitshypothese darin bestehe, mit einem Werk in Europa zu bleiben". Auch über die Fahrzeugproduktion in Barcelona denke der japanische Autoherstellers derzeit nach.

Dies ist die jüngste Warnung des japanischen Autoherstellers. Mehr als die Hälfte der Produktion in Sunderland wird an die 27 Märkte geliefert, aus denen jetzt die Europäische Union besteht. Im Falle eines harten Brexits wird erwartet, dass die Produktion durch einen zehnprozentigen Zoll auf den Export in die EU beeinträchtigt wird. Darüber hinaus besteht die Aussicht auf Zölle für Komponenten, die aus der EU nach England geliefert werden, um hier verbaut zu werden.

Das fällt mit den Herausforderungen zusammen, denen sich das Nissan-Werk in Barcelona gegenübersieht, in dem jüngst das Kompaktklassemodell Nissan Pulsar eingestellt wurde und das in Kürze auch die Modelle e-NV200 sowie die Pick-Ups Mercedes X-Klasse und Renault Alaskan einstellen wird. Fortan wird in Nordspanien nur noch der Nissan Navara gefertigt.

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