Nissan Studie IMx KURO Concept

Mit dem IMx KURO warf Nissan auf dem Genfer Automobilsalon 2018 einen Blick in die Zukunft von Nissan Intelligent Mobility. Bild: Nissan

Im Rahmen seines Unternehmensplans „Nissan M.O.V.E. to 2022“ hat der japanische OEM einen Sieben-Punkte-Plan aufgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, sind folgende Maßnahmen im Rahmen dieses Plans vorgesehen:

  • die Entwicklung von acht neuen Elektrofahrzeugen, aufbauend auf dem Erfolg des Weltbestsellers Nissan Leaf
  • der Start einer Elektroauto-Offensive in China
  • die Einführung eines elektrischen „Kei Cars“ in Japan
  • die Einführung eines vom Nissan IMx Concept inspirierten Crossover-Elektroautos
  • die Elektrifizierung neuer Infiniti Modelle ab dem Geschäftsjahr 2021
  • die Implementierung autonomer Fahrtechnik in 20 Modellen auf 20 Märkten
  • 100 % Konnektivität für alle neuen Modelle von Nissan, Infiniti und Datsun auf Schlüsselmärkten zum Abschluss des Plans

 „Wir möchten, dass Nissan als Vorreiter in den Bereichen Automobil-, Technologie- und Geschäftsentwicklung wahrgenommen wird“, sagt Nissan Chief Planning Officer Philippe Klein. „Damit treiben wir die Realisierung unserer Strategie von Nissan Intelligent Mobility voran, die auf den Säulen Elektrifizierung, autonomes Fahren, Konnektivität und neue Mobilitätsdienste basiert.“

Klein erklärt darüber hinaus, dass der Plan eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent auf 16,5 Billionen Yen (ca. 157 Mrd US-Dollar) bis Ende des Geschäftsjahres 2022 vorsieht. Das Unternehmen strebt zudem eine Umsatzrendite von acht Prozent und einen kumulierten Free Cash Flow von 2,5 Billionen Yen an. Die Synergien der Renault-Nissan-Mitsubishi Allianz bei der gemeinsamen Nutzung von Plattformen und Antrieben wirkten dabei unterstützend auf die Erreichung der Ziele.

Teil der Nissan Elektrifizierungsstrategie ist eine Produktoffensive in China. Sie umfasst ein für dieses Jahr vorgesehenes Elektroauto für das C-Segment, das auf der Technik des Nissan Leaf basiert, und ein erschwingliches Elektroauto auf Basis einer A-Segment-SUV-Plattform. Dieses Modell wird von der Allianz und Dongfeng in dem Joint-Venture eGT New Energy Automotive entwickelt. Zwei weitere Elektroauto-Varianten sind für die Marke Venucia vorgesehen. 

Auch die e-Power Antriebstechnik will Nissan erklärtermaßen auf weitere Modelle ausweiten. Bislang wird der e-Power Antrieb – ein serielles Hybridsystem, bei dem der Verbrennungsmotor Strom für den Elektromotor generiert – in den Modellen Note und Serena in Japan angeboten. Im ersten Jahr hat Nissan mehr als 129.000 Einheiten des Note e-Power verkauft; mehr als zwei Drittel der Note Kunden entscheiden sich für die e-Power Variante anstelle einer konventionellen Antriebsoption.

Nissan geht davon aus, dass elektrifizierte Fahrzeuge – darunter Elektroautos und e-Power-Modelle – bis 2022 rund 40 Prozent und bis 2025 rund 50 Prozent des Unternehmensabsatzes in Japan und Europa ausmachen werden. In den USA erwartet das Unternehmen einen Anteil von 20 bis 30 Prozent bis 2025, in China sind es 35 bis 40 Prozent.

Auch Infiniti wird zur Beschleunigung der Elektrifizierung beitragen. Neue Modelle mit rein elektrischem oder e-Power Antrieb werden ab dem Geschäftsjahr 2021 eingeführt. Bis 2025 werden elektrifizierte Fahrzeuge 50 Prozent des globalen Absatzes der Premiummarke ausmachen.

Zu Nissans Zielsetzung gehört in diesem Zusammenhang auch, automatisierte Systeme weiter voran zu treiben und bis zum Jahr 2022 die ProPILOT Technologien in 20 Modellen auf 20 Märkten anzubieten. Ab 2022 will Nissan jährlich rund eine Million Einheiten mit ProPILOT Fahrsystemen verkaufen.

Gleichzeitig baut Nissan den Umfang des Systems weiter aus, um künftig unter anderem mehrspuriges Fahren auf Autobahnen zu beherrschen. Die neuen Funktionen werden innerhalb eines Jahres im Rahmen eines Pilotprojekts in Japan eingeführt werden.

 „Wir wollen unsere autonomen Fahrtechnologien weiterentwickeln und freihändigen Fahrkomfort unter allen Bedingungen erreichen“, sagt Nissan Senior Vice President Research and Advanced Engineering sowie Alliance Global Vice President Takao Asami.

Alle neuen Modelle von Nissan, Infiniti und Datsun, die auf den Schlüsselmärkten verkauft werden, sollen in Zukunft über Konnektivitätslösungen verfügen - ermöglicht durch die Einführung der „Alliance Connected Cloud“.

 „Alle Unternehmen der Allianz können Daten der künftigen und aktuellen vernetzten Fahrzeuge in die Cloud einspeisen – von neuen Modellen und von solchen, die bereits heute auf der Straße unterwegs sind“, sagte Alliance Senior Vice President of Connected Vehicles and Mobility Services Ogi Redzic. „Die Cloud unterstützt beispielsweise Infotainment-Services und das drahtlose Aufspielen von Fahrzeug-Updates.“

Zudem bietet die Alliance Connected Cloud das Fundament für neue Konnektivitäts- und Mobilitätsdienste wie etwa den autonomen Fahrdienst „Easy Ride“, den Nissan derzeit zusammen mit dem japanischen Partner DeNA erprobt. Anfang der 2020er Jahre will Nissan einen solchen Mobilitäts-Service einführen.