VW Tiguan Produktion

Die Porsche SE ist eine Holding ohne Autoproduktion, die von der Familie Porsche/Piech kontrolliert wird. Vorstandsvorsitzender der PSE ist VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Auch VW-Chef Matthias Müller sitzt bei der PSE im Vorstand. Bild: Volkswagen

Auf der Bilanz-Pressekonferenz hieß es, man sei überzeugt von dem langfristigen "Wertsteigerungspotenzial" des VW-Konzerns, an dem die PSE die Mehrheit der Stimmrechte hält. 2015 hatte PSE wegen des VW-Dieselskandals einen Verlust von 273 Millionen Euro verbucht, zuvor hatte sie jahrelang hohe Gewinne eingefahren.

Das Konzernergebnis war im Berichtsjahr maßgeblich beeinflusst vom Ergebnis aus sogenannten „at Equity“ bewerteten Anteilen an der Volkswagen AG, das sich im Vergleich zum Vorjahr von 3,44 Milliarden Euro auf minus 436 Millionen Euro verringerte. Grund für den Ergebnisrückgang sei das gesunkene Ergebnis des Volkswagen Konzerns, das im Geschäftsjahr 2015 insbesondere durch Abgas-Skandal belastet wurde.

PSE-Vorstandsvorsitzender Hans Dieter Pötsch erklärte: „Die Porsche SE bekennt sich uneingeschränkt zu ihrer Rolle als langfristig orientierter Ankeraktionär des Volkswagen Konzerns. Dieses klare Bekenntnis haben wir im vergangenen September durch den Zukauf eines Pakets von 1,5 Prozent Volkswagen Stammaktien von Suzuki unterstrichen.“

Zudem wies Pötsch darauf hin, dass die Porsche SE auch im Geschäftsjahr 2015 ihre Suche nach Beteiligungen zur Ergänzung ihres Kerninvestments Volkswagen fortgesetzt und wieder mehrere Firmen analysiert habe. Dabei stünden die Investmentexperten der Porsche SE mit den Strategie- und Entwicklungsexperten des Volkswagen Konzerns in einem dauerhaften und engen Austausch. „Wir betrachten weiterhin die gesamte automobile Wertschöpfungskette und behalten uns vor, flexibel auf Opportunitäten, die sich uns bieten, zu reagieren“, sagte Pötsch.

Darüber hinaus habe Porsche SE im Geschäftsjahr 2015 und den ersten Monaten 2016 große Erfolge vor Gericht  erzielt. So hat das Landgericht Stuttgart in seinem Urteil vom 18. März 2016 die ehemaligen Vorstandsmitglieder  Wendelin Wiedeking und Holger Härter ebenso von sämtlichen Vorwürfen der Marktmanipulation freigesprochen wie die als Nebenbeteiligte an dem Strafverfahren beteiligte Porsche SE. Bereits vor dem Urteil der Großen Strafkammer waren klagende Hedgefonds und Privatanleger sechs Mal hintereinander vor den jeweiligen Zivilgerichten unterlegen.

So hatte unter anderem das Oberlandesgericht Stuttgart im März 2015 die Berufung von 19 US-Hedgefonds zurückgewiesen. Die Kläger, die von der Porsche SE rund 1,2 Milliarden Euro fordern, haben gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt. Falls der Bundesgerichtshof diese Beschwerde ablehnt, wäre die erste Milliardenklage rechtskräftig abgewiesen. Die Porsche SE hält sämtliche Vorwürfe in den noch anhängigen Zivilverfahren für unbegründet.