Ein roter Opel Grandland X Hybrid4 tankt Strom an einer Ladesäule.

Der Opel Grandland X Hybrid4 ist eines der ersten Hybridfahrzeuge der Groupe PSA. Bild: Opel

| von Fabian Pertschy

Die Groupe PSA und Punch Powertrain bauen ihre strategische Partnerschaft im Bereich der Elektrifizierung weiter aus. Nachdem letztes Jahr ein Joint Venture gegründet wurde, um ab 2022 am PSA-Standort im französischen Metz die künftige Generation elektrifizierter Getriebe (e-DCT) zu montieren, vereinbarten die Unternehmen nun ein zweites Joint Venture. Dieses soll voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2020 die Arbeit aufnehmen.

Weniger Sprit, weniger Emissionen

„Punch Powertrain PSA e-transmissions” soll das Doppelkupplungsgetriebe DT2 produzieren, bei dem ein Elektromotor in ein Mild-Hybrid-Elektrofahrzeug integriert wird. Die 48-Volt-Lösung soll im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern erhebliche Kraftstoffeinsparungen und eine Verringerung der CO2-Emissionen mit sich bringen. Eine Hochspannungsvariante des DT2 für Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV) ist ebenfalls vorgesehen und soll vollelektrisches Fahren ermöglichen.

PSA genießt Priorität

Die mehrheitliche Kontrolle über das Gemeinschaftsunternehmen kommt mit 61 Prozent Punch Powertrain zu. Der belgische Getriebehersteller bringt seinen DT2-Unternehmensbereich inklusive Entwicklungs-, Fertigungs- und Unterstützungsfunktionen in die neue Einheit ein und wird seine derzeitigen DT2-Einrichtungen im belgischen Sint-Truiden und niederländischen Eindhoven verlagern. Zunächst wird das Unternehmen die globalen Aktivitäten der Groupe PSA beliefern, es ist allerdings geplant, dass auch andere Fahrzeughersteller weltweit versorgt werden.