Airbag

Kaum ein Automobilhersteller verwendet keine Airbags der japanischen Firma Takata. Bild: Daimler

In einem Krisengespräch haben dem Manager Magazin zufolge gut ein Dutzend Hersteller über Möglichkeiten beraten, die Produktion von Takata zu sichern und Lieferausfälle so gering wie möglich zu halten.

Aus Branchenkreisen hieß es, es habe vor rund zwei Wochen ein Treffen von Herstellern und Takata-Mitarbeitern in Tokio gegeben. Dabei sei unter anderem die Suche nach einem Käufer sowie finanzielle Unterstützung für den Zulieferer diskutiert worden. Daimler und BMW wollten den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Seit Jahren gibt es Probleme mit den Airbags des japanischen Herstellers, der große Teile der gesamten Branche beliefert. Die Airbags können unvermittelt auslösen und so eine regelrechte Explosion verursachen, bei der Teile der Verkleidung durch den Innenraum des Fahrzeugs geschleudert werden. Allein in den USA müssen laut der dortigen Verkehrssicherheitsbehörde 24 Millionen Autos zurückgerufen werden. Takata musste wegen des Airbag-Debakels bereits Verluste verbuchen.

Laut Manager Magazin sei es bei dem Treffen mit Herstellern auch um eine Lösung für ein Takata-Werk im sächsischen Freiberg gegangen, das bislang nicht von den Fehlern betroffen ist. Die Japaner haben Werke an mehreren deutschen Standorten.