Auch im Tiguan sind Airbags des Zulieferes Takata verbaut. – Bild: Volkswagen

Auch im Tiguan sind Airbags des Zulieferes Takata verbaut. – Bild: Volkswagen

Der Wagen sei am 7. Juni in den USA mit einem Hirsch zusammengestoßen, sagte ein Volkswagen-Sprecher auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Bei der dadurch hervorgerufenen Auslösung des von Takata hergestellten Fahrer-Seitenairbags seien Metallteile durch das Auto geflogen.

Auch im Fall der womöglich fehlerhaften Takata-Frontairbags waren nach Angaben der NHTSA Gasgeneratoren geborsten, so dass Metallteile in den Fahrzeug-Innenraum geschleudert wurden. Derartige Vorfälle bringt die US-Behörde mit dem Tod von weltweit sechs Menschen in Verbindung. In den USA riefen Fahrzeughersteller deshalb rund 34 Millionen Autos zurück.

Volkswagen hat auf einen solchen Schritt bislang verzichtet. Das Unternehmen verbaut zwar Airbags des Zulieferers Takata. Es sah sich aber nicht von den Schwierigkeiten anderer Hersteller betroffen. Auch im Fall der aktuellen Airbag-Explosion gehe Volkswagen derzeit nicht von einem Zusammenhang mit dem bekannten Takata-Problem aus, sagte der Sprecher des Autokonzerns. Wenngleich auch in dem Fall Takata Hersteller des Bauteils sei, betrachte VW den Vorfall als Einzelfall. Der Konzern habe dennoch eine Untersuchung begonnen und die NHTSA informiert.

Die Behörde fordert von Volkswagen in einer am 13. August versandten Anordnung weitere Informationen, unter anderem eine Aufstellung möglicher ähnlicher Vorfälle und eine detaillierte Beschreibung des Vorfalls vom 7. Juni. Bei der damaligen Explosion des Airbag-Gasgenerators waren die Fahrzeuginsassen nach Angaben von Volkswagen unverletzt geblieben.

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gp