VW

Kann sich VW mit den Entschädigungszahlungen vor weiteren Strafen der US-Behörden retten? Ein US-Analyst zweifelt das an. Bild: ks

Gegenüber der Detroit News erklärte Matt DeLorenzo, Managing Editor des üblicherweise gut informierten Analyse-Instituts Kelley Blue Book, dass er nicht glaube, dass die Regierungsbehörden damit zufrieden seien. Vielmehr erwarte er Strafmaßnahmen der Behörden. Schließlich sei der Abgas-Skandal nicht die Folge eines dummen Zufalls gewesen, sondern hier handelten die Akteure vorsätzlich.

Zuvor meldete die Welt, dass jeder US-Besitzer eines der betroffenen Dieselautos eine Entschädigung von 5.000 Dollar bekommen solle. Associated Press hingegen berichtet, dass Volkswagen insgesamt 1 Milliarde Dollar für Kompensationszahlungen vorgesehen hat. Das macht bei mehr als 550.000 US-Fahrzeughaltern rund 1.800 Dollar pro Wagen und Besitzer.

Detroit News berichtet, dass Fahrer neuerer Wagen jedoch etwas weniger erhalten könnten, da bei ihren Autos lediglich ein Software-Update ausreicht, um den Diesel aus der Illegalität zu holen. Bei älteren Modellen sei ein größerer Eingriff nötig. Die Besitzer dieser Fahrzeuge würden deshalb eine höhere Entschädigung bekommen.

Währenddessen verlieren die Selbstzünder von VW in den Vereinigten Staaten immer weiter an Wert. So konnten VW-Dieselbesitzer im Juni 2015 durchschnittlich noch rund 14.153 Dollar für ihren Wagen verlangen. Im März 2016 lag dieser Wert laut einer Erhebung von Kelley Blue Book nur noch bei 10.402 Dollar.