Volkswagen in Chattannoga, Tennessee. Bild: VW

Volkswagen hat seine Ausbaupläne für das Werk in Chattanooga, Tennessee, bekräftigt. Bild: VW

Der Autohersteller bekräftigte am Donnerstag (29.10.) die Ausbaupläne für sein Werk im US-Staat Tennessee. Volkswagen will in der Produktionsstätte in der Stadt Chattanooga demnach weiter vom Ende des Jahres 2016 an einen mittelgroßen SUV herstellen.

Insgesamt plant der Konzern den Angaben zufolge unverändert Investitionen von rund 900 Millionen Dollar in die Produktion des mit Blick auf den US-Markt entwickelten Fahrzeugs. Damit entstünden in den USA rund 2.000 Arbeitsplätze, teilte Volkswagen mit. Der US-Chef des Konzerns, Michael Horn, bezeichnete das laut der Mitteilung als “klares Bekenntnis zum Standort Chattanooga”. “Mehr denn je” müsse Volkswagen die Wünsche der amerikanischen Kunden “in den Fokus rücken”. “Schritt für Schritt wollen wir so Vertrauen in die Marke Volkswagen zurück erobern.”

Zu AUTOMOBIL PRODUKTION hatte bereits am Vortag ein VW-Sprecher in Wolfsburg gesagt, dass die USA ein sehr wichtiger Markt auch für die Marke VW bleiben. Man stehe zum Standort und zum Werk in Chattanooga. Nachdrücklichster Beweis hierfür sei, dass das 900-Millionen-Investment in das Werk ohne Abstriche weiter laufe.

Neben den Investitionen in den Bau des neuen Fahrzeugs, das auf der Studie CrossBlue basiert, entsteht auf dem Werksgelände in Chattanooga derzeit ein Entwicklungs- und Planungszentrum für die USA. Von hier aus sollen Projekte für den nordamerikanischen Markt gesteuert werden. Ziel ist es laut VW, durch mehr Kundennähe marktspezifische Veränderungen an Fahrzeugen noch schneller und effizienter umzusetzen.

Um die Produktion des neuen Midsize-SUV für Nordamerika logistisch zu gewährleisten, werden die vorhandenen Flächen im Werk Chattanooga derzeit um insgesamt 50.000 Quadratmeter erweitert. Die Produktion des neuen Fahrzeugs wird in die bestehenden Fabrikstrukturen am Standort integriert.

Volkswagen hat bislang bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar in sein Werk in Tennessee investiert. Derzeit arbeiten hier mehr als 2.400 Mitarbeiter, im Sommer rollte der 500.000ste US-Passat vom Band.

Ein weiteres Element der Nordamerika-Strategie der Marke Volkswagen ist eine Langversion des neuen Tiguan, der ab 2017 im Werk Puebla/ Mexiko vom Band laufen soll.

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Hendrik Varnholt, Dow Jones Newswires / ks