VW Golf TDI

VW darf 15.000 Exemplare des Golf TDI in die Werkstätten rufen. Bild: Volkswagen

Am Dienstag (3.5.2016) sollen die Eigentümer des Golf TDI Blue Motion mit 2,0 Liter-Motor und Schaltgetriebe per Post aus Wolfsburg über den Rückrufstart informiert werden. Dies hatten in der vergangenen Woche VW-Chef Matthias Müller und Markenvorstand Herbert Diess bei der Jahrespressekonferenz von VW in Wolfsburg angekündigt.

Zeitgleich soll den Werkstätten die Software zur Verfügung gestellt werden. "Grundsätzlich sind sie dann ab sofort in der Lage, die Aktion bei den Modellen durchzuführen", erklärte ein VW-Sprecher. Das Aufspielen des Updates soll rund 30 Minuten dauern.

Mit dem Golf wird damit ein Modell im Diesel-Rückruf vorgezogen, weil die bisherige Planung wegen technischer Probleme seit Wochen überfällig ist. Ursprünglich sollten rund 160.000 Passat-Modelle bereits Ende Februar zurückgerufen werden. Das Kraftfahrt-Bundesamt verweigert bislang aber die Freigabe. Offizielle Begründungen gibt es keine, jedoch soll es Probleme mit den Verbrauchswerten geben.

Als Reaktion auf die Manipulationen von mehr als elf Millionen Fahrzeugen weltweit, davon rund 2,5 Millionen in Deutschland, hatte Volkswagen im Januar mit dem Rückruf des Pick-up Modells Amarok begonnen. Von den rund 8.500 Fahrzeugen konnten bis Anfang Mai laut VW-Nutzfahrzeuge rund 6.300 umgerüstet werden. Auch die VW-Töchter Audi und Seat durften zwischenzeitlich einige Autos zurückrufen.