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Dr. Stephan Wöllenstein, CEO der Volkswagen Group China, sagte im Rahmen der Guangzhou Auto Show, dass die Wolfsburger zusammen mit den dortigen Partnern im kommenden Jahr mehr als 4 Milliarden Euro ausgeben wollen. Rund 40 Prozent davon sollen in die Elektromobilität fließen. Bild: VW

| von Tino Böhler

Der Volkswagen-Konzern will auch in seinem wichtigsten Einzelmarkt China die Investitionen hochhalten. Mit den dortigen Partnern zusammen wollen die Wolfsburger im kommenden Jahr mehr als 4 Mrd Euro ausgeben, davon fließen rund 40 % in die Elektromobilität, wie China-Chef Stephan Wöllenstein am Donnerstag (21. November 2019) anlässlich der Automesse in der Stadt Guangzhou sagte. Damit steigt der Anteil für Elektroautos und Antriebe.

Bereits in diesem Jahr wollte VW mit den Partnern seiner chinesischen Gemeinschaftsunternehmen 4 Mrd Euro investieren. 2025 will VW in China 1,5 Millionen Elektroautos ausliefern. Mit dem Produktionsstart in den Werken Anting und Foshan will der Konzern ab Ende 2020 eine jährliche Gesamtkapazität von 600.000 Fahrzeugen erreichen. Außerhalb Chinas steckt Volkswagen in den nächsten fünf Jahren 60 Mrd Euro in Zukunftsbereiche, 33 Mrd Euro davon allein in Elektroantriebe und -modelle.

Langfristig werde auch auf dem derzeit schwächelnden chinesischen Absatzmarkt wieder eine positive Entwicklung erwartet, hieß es. 2020 geht Wöllenstein aber noch von einem stagnierenden Markt aus, wobei VW aber weiter beim Marktanteil zulegen will.

In China lastet der Zollstreit mit den USA und das langsamere Wirtschaftswachstum seit über einem Jahr auf dem vorher so stark wachsenden Markt. Massenhersteller von Klein- und Mittelklassewagen sind davon am stärksten betroffen. VW steht als Marktführer aber bedeutend besser da als chinesische Autobauer. In den ersten zehn Monaten hat der Konzern mit 3,34 Millionen Fahrzeugen im Land 1,8 % weniger ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum.