| von Bettina Mayer

AUTOMOBIL PRODUKTION: Das beinhaltet den A1 bereits?
Nein.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Auf diese Summe kommt also nächstes Jahr noch etwas oben drauf?
Ja, da kommt für den A1 noch etwas dazu.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Was ist denn Ihre persönliche Zielsetzung mit der Plattform?
Mit dieser Plattform hoch effizient die A0-Klasse zu bedienen - für SEAT, später für Audi, sowie grundsätzlich im Produktionsverbund. Wir haben die nötige Kosteneffizienz und Produktivität.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Warum kommt das A0-Fahrzeug von Skoda nicht auch nach Martorell?
Eine gute Frage. Die müssen Sie aber bei Skoda stellen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Die produzieren ihren Polo-Rivalen selbst in Tschechien?
Ja, die machen das selbst.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Das macht aber doch keinen Sinn bei der Kostenstruktur eines so kleinen Fahrzeugs?
Ja, aber später müssen wir dann auch sehen, welche Kapazitäten vorhanden sind und am besten genutzt werden können. Irgendwann wäre es für uns wohl auch ein bisschen viel.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wäre es nicht möglich, Kapazitäten ins Polo-Werk von Volkswagen zu verschieben?
Ich sage mal, der Produktionsverbund, den wir haben, ist gegeben. Deswegen haben wir ja auch die Werke, die mehrere Marken bedienen. Und mit den Baukästen ist es natürlich immer möglich, miteinander zu arbeiten, sogar noch etwas effizienter und einfacher. Momentan haben wir aber keinen Plan, uns in dieser Richtung zu erweitern. Wir gehen davon aus, dass wir die Nachfrage nach dem Arona aber auch nach dem Ibiza aus dem Werk Martorell bedienen können.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie lange - bis nächstes Jahr?
Schauen wir mal. Herzlich gerne lösen wir derartige Probleme, wenn sie da sind.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Müssten Sie nicht jetzt schon Plan B in der Schublade haben?
Solche Probleme sind die angenehmsten Probleme für jeden Autobauer.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie haben doch beim Ateca schon genau dieses Problem – nämlich zu lange Lieferzeiten …?
Wir sind stolz auf die super gute Nachfrage, was zu längeren Lieferzeiten führt. Das kommuniziert der Handel gegenüber den Kunden aber intensiv. Teilweise sind wir bei vier Monaten Lieferzeit. Wir sind mit den Skoda-Kollegen dabei, Lösungen zu erarbeiten, wie wir zu erträglicheren Lieferzeit für den Kunden kommen und damit mehr Stückzahlen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wollen Sie eine neue Schicht einführen?
Wir reden mit den Skoda-Kollegen über eine Kapazitätsausweitung und  arbeitsorganisatorische Maßnahmen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie viele Schichten fährt Skoda denn aktuell?
18 pro Woche. Jetzt geht es um den Sonntag. Aber wie gesagt, das ist die Entscheidung der Kollegen von Skoda. Wir wollen nur die Nachfrage etwas besser bedienen können.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Die MQB-A0-Plattform ist die wichtigste Plattform im VW-Konzern. Die Experten von IHS Markit prognostizieren, dass Sie auf dieser Plattform global bis 2020 zwei Millionen Einheiten pro Jahr darstellen werden – bis 2025 sogar drei Millionen Einheiten. Es ist das Segment mit dem größten Wachstum. Luca de Meo hat zudem angekündigt, dass Sie mit dem Arona nach Algerien gehen werden. Wird es ein Low-Budget-Variante des Arona geben?
Die Location haben wir schon. Wir werden aber zunächst in Algerien den Ibiza, und zwar das existierende Modell, dort montieren. Damit haben wir gerade begonnen. Die Idee ist, dass wir das dann erweitern auf die neue Modellpalette und damit dann auch unseren neuen Ibiza und den Arona dort montieren werden.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Was hat das für einen Zeithorizont?
Algerien versorgen wir zur Zeit mit dem Ibiza in der älteren Variante und planen, diesen zum Ende des Jahres dann komplett abzulösen. Der Auslauf des alten Modells wird im zweiten Halbjahr beginnen.

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