| von Bettina Mayer
APR-Redakteurin Bettina Mayer und Christian Senger auf dem Bild vor dem I.D. Crozz.
Die zukünftigen E-Antriebe basieren allesamt auf seinem MEB. Herr Senger und Frau Mayer. Bild: VW

AUTOMOBIL PRODUKTION: Bis wann brauchen Sie die Entscheidung für Ihr Projekt?
Für den ersten Roll-out sind wir mit der Lieferanten-Zulieferung bestens aufgestellt. Wir arbeiten aber auch bereits heute daran, wie wir uns für kommende Zellgenerationen aufstellen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Verraten Sie uns den Lieferanten vom ersten I.D.?
Erst zu gegebener Zeit.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Verraten Sie uns andere strategische Lieferanten aus dem MEB-Baukasten?
Das möchte ich ebenfalls heute noch nicht machen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie weit ist die Entwicklung des MEB gediehen. Es sollen rund 80 Prozent der Zuliefer-Umfänge vergeben sein.
Wertanteilig haben wir sicherlich die 80 Prozent erreicht. Aktuell finalisieren wir die  Lieferantenentscheidungen. Da geht es um ganz klassische Dinge wie Stoßdämpfer, etc.
Im Projekt gibt es einen Meilenstein: Konzeptabschluss und Zielvereinbarung. Konzeptabschluss bedeutet, das technische Konzept, wie etwas konstruiert wird und wie man es produziert bis hin zur Montage in einem Werk, ist klar definiert. Das haben wir für die Plattform und für das erste und das zweite Auto bestanden. Zielvereinbarung heißt, das Business-Modell ist vereinbart.
Nun geht es darum, mit dem bewilligten Budget auch so zu haushalten, dass das Projekt MEB inklusive Änderungen ins Ziel kommt. Als Generalunternehmer für das gesamte MEB-Projekt muss ich nun sozusagen Entwicklung, Produktion und Beschaffung bezahlen. Das ist zugegebenermaßen schon beeindruckend.

AUTOMOBIL PRODUKTION: War der Weg bis dahin steinig?
Wir reden von einer Milliarden-Investition. Natürlich waren wir da einige Male im Konzernvorstand.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie viel Geld hat Herr Müller Ihnen denn überwiesen?
Wir investieren in der Marke VW 6 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. Der größte Anteil ist für den MEB.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Was ist dann der nächste Punkt, den Sie anvisieren?
Wir arbeiten gerade am Design-Freeze des Exterieurs und des Interieurs. Damit ist dann die Grundlage geschaffen, dass die Werkzeuge erstellt werden. Das ist die Arbeit der nächsten Wochen und Monate.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wer zeichnet für das Design der MEB-Fahrzeuge verantwortlich?
Klaus Bischoff. Er ist an allen Fahrzeugen, die auf der neuen Plattform basieren, mit hohem Engagement beteiligt. Das ist wirklich super. Es gibt keine Woche, in der wir nicht zusammensitzen und uns die Autos anschauen und diskutieren wie wir es machen, mit welchen Materialien und wo die Fuge liegt.

Der I.D. Crozz von VW.
Bilder: VW
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