Avtovaz_Produktion_Lada

Könnte Avtovaz-Marke Lada dem nächsten Absatzschub bringen: die russische Regierung erwägt offenbar weitere Fördermaßnahmen für den Automarkt. Bild: Avtovaz

| von Frank Volk

Dass in Russland zumindest Überlegungen für weitere Förderprogramme reifen, ließ Nicolas Maure, Chef des größten russischen Autokonzerns Avtovaz beim laufenden Wirtschaftsforum in St. Petersburg durchblicken. Demnach gebe es Pläne  für ein Programm, durch das Menschen der Autobesitz ermöglicht werden soll, die bislang kein eigenes Fahrzeug haben, ein zweites Programm richte sich an junge Familien. Eine Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung soll noch Juni fallen.

Im Vordergrund der beiden Programme stünde ein nachhaltig positiver Effekt auf den russischen Automarkt. Beide Vorhaben würden der in Besitz von Renault befindlichen Avtovaz und deren Kernmarke Lada in die Karten spielen, richten sich diese doch tendenziell an Personengruppen mit geringerem Einkommen.

Lada gehört schon jetzt zu den großen Gewinnern laufender staatlicher Maßnahmen, so etwa die Erneuerung von Fahrzeugflotten.

Ausgelöst durch die Ukraine-Konflikt mit anschließenden Sanktionen gegen Russland war der Automarkt in eine schwere Krise gestürzt. Zwischen 2012 und 2016 hat sich der Fahrzeugabsatz auf 1,4 Millionen Einheiten pro Jahr halbiert. In diesem Jahr hat es aber auf niedrigem Niveau eine deutliche Erholung gegeben, die Hoffnungen auf Trendwende nähren. Zuletzt war der russische Automarkt drei Mal in Folge im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, im Mai seit Jahren erstmals zweistellig.   

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