SAIC_MG_Indien

SAIC hat den Beschluss zum Markteinstieg in Indien bestätigt. Antreten will man dort mit der Marke MG vorneweg. Bild: MG

Über einen Gang des chinesischen Herstellers nach Indien wird schon länger spekuliert, nun hat SAIC das Vorhaben bestätigt. Es ist der erste große Schritte des Herstellers Richtung Globalisierung. Das künftige SAIC-Geschäft in Indien wird von der neu gegründeten Tochter MG Motor India gesteuert.

SAIC ist auf dem Automarkt ein Scheinriese. Als großer JV-Partner von VW und GM kommt der Hersteller auf Millionen verkaufter Autos pro Jahr. Nimmt man die globalen Partner heraus, bleibt nicht viel übrig: die Eigenmarken Maxus, Roewe und MG, letztere aus der Konkursmasse von Rover hervor gegangen, spielen in China bestenfalls eine Nebenrolle. Lediglich mit der gemeinsam mit GM aus der Taufe gehobenen Budget-Marke Baojun ist SAIC ein großer Wurf gelungen. Im vergangenen Jahr verkauft Baojun deutlich über 700.000 Einheiten, Roewe um die 240.000 Einheiten und MG etwa 90.000 Fahrzeuge.

Roewe, Maxus, Baojun, MG: alle Modelle kommen unter MG-Label 

Um einen möglichst wuchtigen Start in Indien hin zu legen, hat man bei SAIC einen ganz speziellen Plan ausgeklügelt: so sollen Modelle von Baojun, Roewe und MG allesamt unter dem MG-Label angeboten werden. Fixer Bestandteil der Investition auf dem Subkontinent ist der Bau eines Vollwerkes. Noch nicht entschieden ist, ob die Chinesen ein komplett neues Werk auf der grünen Wiese hoch ziehen oder ob sie ein bestehendes Werk von General Motors übernehmen. Der US-Autobauer hat sein Indien-Engagement für gescheitert erklärt und zieht sich weitgehend aus dem Markt zurück.

Vielleicht kann in der Werksfrage Rajeev Chaba, frisch gekürte Chef von MG Motor India,  sachdienliche Hinweise geben: Chaba war zuletzt President von General Motors India.