Volkswagen Produktion Wolfsburg

Tarifbeschäftigte Volkswagen-Mitarbeiter in Westdeutschland sollen acht Prozent mehr Gehalt bekommen, fordert die IG Metall. (Bild: Volkswagen)

Beide Tarifrunden sind für den Herbst geplant. Angepeilt werden zwölf Monate Laufzeit. Auch die Auszubildenden sollen entsprechend mehr verdienen. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann ließ klar erkennen, dass am kommenden Montag auch der Gewerkschaftsvorstand die Forderung nach acht Prozent mehr Geld beschließen wird. Der Abschluss müsse das kommende Jahr mit abdecken, an dessen Ende die Verbraucherpreise deutlich über zehn Prozent im Vergleich zum Ist-Zustand liegen werden, erklärte der IG Metall-Chef. Das könne die Lohnpolitik alleine zwar nicht ausgleichen, die acht Prozent zusätzliches Entgelt seien jedoch ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Arbeitnehmerhaushalte.

Bei Volkswagen will die Tarifkommission außerdem eine Verlängerung der Altersteilzeit-Angebote erreichen. Und die Belegschaft müsse auf Wunsch häufiger die Option nutzen können, einen Teil der Lohnzuwächse in Freizeit umwandeln zu können - dies solle künftig für alle Gewerkschaftsmitglieder gelten. Für dual Studierende verlangt die IG Metall überdies, dass Volkswagen die Semestergebühren übernimmt.

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hob den Punkt der Wandlung von Entgelt in freie Tage hervor: "Hier sollte die Arbeitgeberseite nachjustieren." Bisher konnten beispielsweise Beschäftigte, die zu Hause Angehörige pflegen müssen, von der Regelung Gebrauch machen.

Aus dem Unternehmen hieß es, man habe die Position der IG Metall zur Kenntnis genommen. Vor dem Beginn der Tarifrunde im Herbst werde man die Forderungen der Gewerkschaft aber nicht näher kommentieren.

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dpa